Denkmal/Gedenkstätte

Burg Sternberg

Sternberger Str. 52, 32699 Extertal

Highlights

  • Die Burg Sternberg liegt auf 315 Metern Höhe im Extertal und bietet einen Panoramablick bis zum Teutoburger Wald.
  • Erste urkundliche Erwähnungen der Burg stammen aus dem 13. Jahrhundert, erbaut wurde sie um 1240.
  • Heute beherbergt die Burg ein Klingendes Museum mit Musikinstrumenten und Kursangeboten der Akademie für Alte Musik.

Tipps

  • Bei Veranstaltungen wie Burgbeben oder Konzerten lohnt es sich, frühzeitig anzumelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
  • Das Gelände ist auch außerhalb der Öffnungszeiten teilweise zugänglich – ideal für Spaziergänge mit Blick über das Lipperland.
  • In der Burgherberge können Gäste übernachten; für Gruppen sind auch Seminare und Workshops in historischer Umgebung buchbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burg Sternberg

Die Burg Sternberg liegt im nordrhein-westfälischen Extertal und zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Auf einem Vorsprung des Dörenberges gelegen, erhebt sich die Höhenburg auf etwa 315 Metern Höhe und gewährt einen weiten Blick über das Lipperland bis hin zum Teutoburger Wald. Seitens des Landesverbandes Lippe wird die Anlage betreut und weiterentwickelt, wobei der Fokus neben der Erhaltung auch auf kulturelle und pädagogische Angebote gelegt wird.

Die Geschichte der Burg reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter entstand an dieser Stelle eine befestigte Anlage, deren älteste Spuren auf das 12. Jahrhundert datiert werden können. Nachweislich wurde um die Mitte des Jahrhunderts die Ringmauer erweitert und ausgebaut. Ein steinerner Wohnturm entstand im 13. Jahrhundert unter Graf Heinrich I. von Sternberg, der als erster Träger dieses Namens urkundlich erwähnt wurde. Die Burg diente als Zentrum der Grafschaft Sternberg, deren wirtschaftliche Grundlage unter anderem durch Salzgewinnung und landwirtschaftliche Einkünfte gesichert war.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach. Nach dem Aussterben der Sternberger Grafen geriet die Burg in die Hände verschiedener Adelsgeschlechter, darunter die Herren zur Lippe, von Holstein und Schaumburg sowie weitere niedersächsische Edelfamilien. Mehrere Erweiterungen und Umbauten prägten das Erscheinungsbild der Anlage, darunter der Bau des Südturms und des sogenannten Rendantenhauses. Auch Kriegseinwirkungen, wie der sogenannte Sternbergische Krieg, beeinflussten die Burganlage, die zeitweise beschädigt, aber wieder aufgebaut wurde.

Heute dient die Burg Sternberg als kultureller Veranstaltungsort und beherbergt unter anderem das „Klingende Museum“, in dem Musikinstrumente gebaut, ausgestellt und erkundet werden können. Die Akademie für Alte Musik bietet Workshops und Kurse an, die sich an unterschiedliche Altersgruppen richten. Daneben stehen Räumlichkeiten für Seminare, Konzerte oder Hochzeiten zur Verfügung. In der Unterburg können Gäste übernachten, und Führungen sind auf Anfrage möglich. Die unmittelbare Nähe zur Gemeinde Dörentrup sowie die landschaftliche Lage machen die Burg zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im südlichen Nordrhein-Westfalen.

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