Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup
Highlights
- Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup besitzt eine 1899 erbaute Kirche mit spätgotischem Sakramentshaus (15. Jh.) und originalem Turmuhrwerk (1847).
- Barrierefreiheit: Gemeindehaus und Kirche verfügen über rollstuhlgerechten Zugang, Parkplätze und WC. Seit 2010 gibt es zudem einen Behindertenparkplatz am Kindergarten.
- Die älteste erhaltene Glocke (1505) wurde 1987 nach Dörentrup-Spork umgesiedelt; 1923 wurden zwei neue Gussstahlglocken (dis/fis) für Hillentrup gegossen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Kirche und das Gemeindehaus.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe der Kirche und des Gemeindehauses zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
- Das barrierefreie WC im Gemeindehaus bietet behindertengerechte Sanitäranlagen für alle Besucher.
Eigenschaften
Evangelisch-reformierte Kirche Hillentrup – Kultur & Sakrales in Dörentrup
Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup in Dörentrup-Hillentrup vereint eine über siebenhundertjährige Geschichte mit einer lebendigen Gemeindepraxis. Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1260 zurück, als erstmals ein schlichter Bruchsteinbau im Tal des Hillebachs erwähnt wurde. Dieser frühe Kirchenbau war ein einfacher, verputzter Bau mit frühgotischen Elementen, der den Grundstein für die heutige Kirchengemeinde legte. Die heutige Kirche entstand jedoch erst 1899 in weniger als einem Jahr – ein beeindruckendes Bauwerk, das trotz des schnellen Neubaus einige historische Elemente bewahrte.
Besonders auffällig ist der Wiedereinbau des spätgotischen Sakramentshauses aus dem 16. Jahrhundert, das heute links vor dem Chorraum zu finden ist. Auch zwei Maßwerkfenster an Ost- und Westseite sowie das Turmuhrwerk von 1847 zeugen von der historischen Kontinuität. Die Glocken der Kirche haben ebenfalls eine bewegte Geschichte: Die älteste erhaltene Glocke stammt aus dem Jahr 1505, wurde jedoch 1987 nach Dörentrup-Spork umgesiedelt, wo sie heute im neuen Glockenturm erklingt. Zwei neue Gussstahlglocken in den Tönen *dis* und *fis* ergänzten 1923 das Geläut, während die große Glocke von 1752 und eine weitere aus dem 16. Jahrhundert zeitweise aus dem Turm entfernt wurden.
Die Kirchengemeinde hat sich im Laufe der Jahrhunderte stets an die Bedürfnisse der Gemeinschaft angepasst. Ein Beispiel dafür ist die barrierefreie Gestaltung des Gemeindehauses, das seit Jahren als zentraler Treffpunkt dient. Hier findet nun alle vier Monate ein gemeinsames Geburtstagskaffeetrinken statt – eine Initiative, die die Verbindung zwischen den Mitgliedern stärkt. Zudem wurde die Infrastruktur erweitert, etwa durch den Bau eines Kindergartens und eines Parkplatzes mit 15 Stellplätzen, gefördert durch staatliche Mittel und Rücklagen der Gemeinde.
Die Geschichte der Kirchengemeinde Hillentrup wurde 2000 in der Chronik *„Mitten im Dorf“* festgehalten, die das Doppeljubiläum von 700 Jahren Kirchengemeinde und 100 Jahren Kirche würdigte. Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung von einer bescheidenen Talkirche zu einer modernen, inklusiven Gemeinde. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,2 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt der Ort auch heute als ein Ort der Begegnung und des kulturellen Erbes in der Region.
Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hillentrup besticht durch ihre gelungene Verbindung von Tradition und Moderne. Ob durch historische Bausubstanz, barrierefreie Angebote oder gemeindeorientierte Veranstaltungen – sie steht für ein lebendiges kirchliches Leben im Herzen von Dörentrup-Hillentrup.