Hohe Asch
Eigenschaften
Ausflug Natur Berg Aussicht Hohe Asch Extertal
Die Hohe Asch ist mit 371,5 Metern über Normalhöhennull einer der markanten Aussichtspunkte im Lipper Bergland und erhebt sich im südöstlichen Teil der Gemeinde Extertal im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Geographisch liegt der Berg an der Nahtstelle zwischen dem Lipper Bergland und dem angrenzenden Weserbergland, östlich des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Ortschaften Bösingfeld, Reine und Hummerbruch. Der Gipfelbereich wird vom westlichen Exter-Zufluss Aschbach im Norden und weiteren kleineren Bächen im Südwesten und Nordosten gesäumt.
Die Hohe Asch gehört naturräumlich zum Alverdissener Höhen im Östlichen Lipper Bergland. Der Berg ist teilweise bewaldet, wobei sich im Osten ein Waldgebiet erstreckt. Auf dem Gipfel steht seit den 1980er Jahren ein 15 Meter hoher Stahlbeton-Aussichtsturm, der weite Teile der Region überspannt. Von hier aus bieten sich bei klaren Sichtverhältnissen Panoramablicke nicht nur auf das Weserbergland und das nahegelegene Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal, sondern auch auf weitere bedeutende Erhebungen wie den Köterberg im Südsüdosten sowie das Eggegebirge und den Teutoburger Wald im Südwesten. Bei optimalen Bedingungen ist sogar der Brocken im Harz sichtbar.
Die Hohe Asch ist sowohl landschaftlich als auch naturschutzrechtlich von Bedeutung. Teile des Berges sind in mehrere Schutzgebiete eingebunden: Das Naturschutzgebiet Heimbachtal erstreckt sich über den unteren Nordosthang, während das NSG Hummerbachtal Teile der Südflanke umfasst. Auch Landschaftsschutzgebiete sichern Bereiche rund um den Berg, darunter das Landschaftsschutzgebiet „Östliches Lipper Bergland“ sowie das direkt nördlich angrenzende „Terrassenkulturlandschaft nördlich Hohe Asch“. Diese Gebiete unterstreichen die ökologische und kulturhistorische Wertigkeit der Region.
Wanderer erreichen die Hohe Asch über verschiedene Routen, darunter den 106 Kilometer langen Dingelstedtpfad, den 54 Kilometer langen Extertalpfad sowie Abschnitte des Hansawegs und des europäischen Fernwanderwegs E1. Die Kreisstraße 57 führt westlich am Berg vorbei und verbindet Bösingfeld mit Hummerbruch und Alverdissen. Der Aussichtsturm lädt dazu ein, die vielfältige Landschaft des Lipper Berglands und seiner angrenzenden Naturräume hautnah zu erleben und die ruhige Bergwelt inmitten der nordrhein-westfälischen Vorgebirge zu genießen.