Schloss Doenhausen
Highlights
- Schloss Doenhausen entstand 1750 als Bauernhof und wurde 1866 von Graf Karl von Bremer erworben.
- 1867 erhielt es Adelssitz-Status durch Umbau und erhielt den Namen Schloss Doenhausen.
- Das Anwesen beherbergte bis 1950 die Familie von Kronenfeldt, Nachfahren böhmischen Adels.
Tipps
- Das Gelände eignet sich für Spaziergänge, insbesondere der Schlossgarten lädt zu einem ruhigen Aufenthalt ein.
- In der Nähe befindet sich das Mausoleum der Familie von Kronenfeldt auf dem Eystruper Friedhof, ein sehenswertes Bauwerk mit historischem Hintergrund.
Eigenschaften
Über Schloss Doenhausen
Das Schloss Doenhausen in Eystrup im Landkreis Nienburg/Weser ist ein ehemaliger Adelssitz mit einer Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als Vollmeierhof erbaut, wurde das Gebäude im Jahr 1866 von Graf Karl von Bremer und seiner Frau Sophie geb. von Staffhorst erworben und anschließend ihrem Nachkommen Baron Carl Wilhelm von Kronenfeldt als Hochzeitsgeschenk übergeben. Der barocke Umbau verlieh dem Anwesen einen Turm sowie eine zusätzliche Etage und begründete fortan den Namen „Schloss Doenhausen“. Die Familie von Kronenfeldt, Nachfahren einer böhmischen Adelslinie, bewohnte den Sitz mehr als ein Jahrhundert lang.
Das Anwesen spielte nicht nur eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Leben der Region, sondern wurde auch zu einem Ort der Familiengeschichte. So ließ Gräfin Sophie von Bremer ein Mausoleum auf dem Friedhof von Eystrup errichten, das heute als Friedhofskapelle genutzt wird. In ihm finden sich die Gruft und ein Gebetsraum, errichtet zum Gedenken an ihre Tochter Amalie von Kronenfeldt und deren Familie. Auch Amelies Sohn Ernst von Kronenfeldt wurde später hier bestattet. Nach dem Tod des letzten Familienmitglieds in Eystrup wurde der Besitz 1950 an eine lokale Familie verkauft.
Heute beherbergt das Schloss mehrere Wohnungen, während die historische Substanz des Gebäudes weiterhin sichtbar bleibt. Nach einem umfangreichen Sanierungsprozess folgte einem schweren Sturm im Jahr 1972 erneut eine aufwändige Restaurierung. Die Anlage zählt heute zu den markanten Kulturdenkmälern der Gemeinde und zeugt von der einstigen Bedeutung adeliger Familien in der Grafschaft Hoya. Das Schloss steht exemplarisch für die regionale Baukultur des niedersächsischen Flachlandes und bildet einen wichtigen Bestandteil der örtlichen Heimatkunde.
Der Heimatverein Eystrup Grafschaft Hoya e.V. hat sich der Erhaltung und Dokumentation der Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner angenommen. Durch archivarische Recherchen und örtliche Initiativen wird die Erinnerung an die Familie von Kronenfeldt sowie die bauliche Entwicklung des Anwesens lebendig gehalten. Fotografien und Zeitzeugenberichte vermitteln einen Eindruck von der Nutzung des Schlosses über mehrere Jahrhunderte hinweg.