Kirche/Kloster

Evang.-Luth. Pfarramt Oberampfrach

Schulgasse 2, 91625 Schnelldorf

Highlights

  • Evang.-Luth. Pfarramt Oberampfrach: Kirche mit vermuteter Kirchenburg-Anlage durch hohe Umfassungsmauer seit Jahrhunderten.
  • Reformation in Oberampfrach 1524 eingeführt – eng verbunden mit Stiftsvikar Gallus aus Feuchtwangen.
  • Kirchenbücher seit Jahrhunderten im Landeskirchlichen Archiv Nürnberg archiviert, nicht mehr vor Ort.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache und barrierefreie Anreise zum Pfarramt.
  • Die historische Kirche in Oberampfrach zeigt Merkmale einer möglichen Kirchenburg mit erhöhter Umfassungsmauer.
  • Die Reformation wurde im Jahr 1524 in Oberampfrach durch den Stiftsvikar Gallus eingeführt und prägte die Kirchengemeinde nachhaltig.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Evang.-Luth. Pfarramt Oberampfrach – Sakrale Kultur in Schnelldorf

Das Evangelisch-Lutherische Pfarramt Oberampfrach in Schnelldorf ist ein historisch bedeutsamer Ort, der tief in der regionalen Kirchengeschichte verwurzelt ist. Die Umgebung von Oberampfrach, insbesondere die dortige Kirche, weist mit ihrer Anlage und der teilweise hohen Umfassungsmauer Merkmale einer ehemaligen Kirchenburg auf. Solche Befestigungen waren im Mittelalter nicht ungewöhnlich und dienten nicht nur religiösen, sondern auch defensiven Zwecken. Die Kirche selbst war über Jahrhunderte ein zentraler Ort für die Gemeinde, deren Kasualien – wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen – bis ins 19. Jahrhundert auch für das benachbarte Ungetsheim, heute ein Ortsteil von Feuchtwangen, abgehalten wurden.

Die Reformation fand in Oberampfrach im Jahr 1524 unter dem Einfluss reformatorischer Kräfte wie Wolfgang Gall – auch „Gallus“ genannt – statt, der eng mit der Feuchtwanger Reformation verbunden war. Gall, seit 1515 Stiftsvikar in Feuchtwangen, prägte gemeinsam mit anderen Reformatoren wie Georg Vogtherr den Übergang zur evangelisch-lutherischen Lehre. Die Einführung der Reformation in Oberampfrach wird in historischen Aufzeichnungen als ein prägender Moment für die Region dokumentiert. Das Pfarramt selbst trägt diese Tradition bis heute und ist ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft.

Die historische Bedeutung des Pfarramts zeigt sich auch in seinen Archiven: Die Kirchenbücher der Gemeinde wurden sorgfältig geführt und sind heute im Landeskirchlichen Archiv Nürnberg als wertvolle Dokumente aufbewahrt. Sie spiegeln die Entwicklungen der Gemeinde über Jahrhunderte wider und bieten Einblicke in das Leben und die Traditionen der Region. Das Pfarramt steht damit nicht nur als Verwaltungsstelle, sondern auch als Hüterin kulturellen Erbes.

Ein besonderes Merkmal des Pfarramts ist seine rollstuhlgerechte Ausstattung, die es Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht, den Ort zu besuchen und an den Angeboten teilzunehmen. Dies unterstreicht den Anspruch, den Glauben und die Gemeinschaft für alle zugänglich zu machen. Das Pfarramt ist somit nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt mitten im Leben der Gemeinde – ein Ort, an dem Tradition und Gegenwart aufeinandertreffen.

Die Umgebung von Schnelldorf und Oberampfrach bietet zudem eine reiche kulturelle Landschaft, die sich mit der Geschichte der Reformation und der regionalen Sakralbauten verbindet. Das Pfarramt selbst ist ein Zeugnis dieser Verbindung und lädt dazu ein, die Geschichte der Region aktiv zu erleben – sei es durch Gottesdienste, Gemeindeveranstaltungen oder die Auseinandersetzung mit dem historischen Erbe. Es zeigt, wie kleine Steine, wie die eines Pfarramts, das Angesicht der Gemeinde prägen und ihr eine bleibende Identität verleihen.

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