Museum

Holm-Museum

Süderholmstraße 2, 24837 Schleswig

Tipps

  • Das Museum besteht aus zwei Räumen, die informativ und mit vielen Bildern gestaltet sind.
  • Interessierte erhalten Einblicke in die Geschichte des Fischerviertels und seiner Bewohner.
  • Die Ausstellung ist kurzweilig und eignet sich für einen kurzen Besuch.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug ins Holm-Museum in Schleswig entdecken

Das Holm-Museum in Schleswig nimmt Besucher mit auf eine faszinierende Reise in die Geschichte eines ganz besonderen Stadtteils: des Holm. Gelegen am Ufer der Schlei, war der Holm einst eine eigene kleine Insel, die bis in die 1930er Jahre nur über eine Brücke mit der übrigen Stadt verbunden war. Heute zählt das Museum zu den kulturellen Highlights von Schleswig und erinnert eindrucksvoll an die Tradition der Holmer Fischer, deren Lebensweise und Bräuche über Jahrhunderte hinweg geprägt wurden vom engen Verhältnis zur Schlei. Bereits um das Jahr 1000 entstand auf dem Holm eine eigenständige Siedlung, in der Fischerei, Handwerk und Handel eng verzahnt waren. Die Holmer Fischer genossen frühzeitig besondere Rechte, die unter anderem durch das sogenannte Schlei-Privileg von 1480 bestätigt wurden. Danach durften sie auf der gesamten Schlei fischen und ihre Netze sogar auf dem Land trocknen – ein Recht, das in abgewandelter Form bis heute besteht. Noch um 1900 lebten rund 100 Fischerfamilien auf dem Holm, bis sich die Lebensweise im Laufe des 20. Jahrhunderts immer weiter veränderte. Die Umwandlung des Seitenarms der Schlei Ende der 1930er Jahre beendete die Inselstellung des Viertels und markierte einen tiefgreifenden Wandel. Ein besonderer Schwerpunkt des Holm-Museums liegt auf der Holmer Beliebung, einer Totengilde, die 1650 gegründet wurde, um sich gegenseitig in schweren Zeiten wie Krieg und Pest zu unterstützen. Diese Bruderschaft besteht bis heute und wird seit 1669 ununterbrochen von einem Ersten Amtmann geleitet. Das Museum zeigt nicht nur die Geschichte dieser Vereinigung, sondern auch die Entwicklung des Holmer Friedhofs mit seiner kleinen Kapelle, die bereits 1196 urkundlich erwähnt wurde. Der Friedhof selbst ist noch heute ein zentraler Ort im Viertel und spiegelt die enge Gemeinschaft der Fischer wider. Das Museum selbst ist in einem Gebäude untergebracht, das in unmittelbarer Nähe zum historischen Fischerviertel liegt und zahlreiche Exponate zur Holmer Fischereigeschichte präsentiert. Neben Werkzeugen, Netzen und Bootsausrüstungen vermittelt es auch Einblicke in das Alltagsleben der Fischerfamilien und ihre sozialen Strukturen. Besucher erfahren etwas über die Wadenfischerei, die bis 1968 gemeinsam betrieben wurde, sowie über die letzten verbliebenen Fischer, die noch heute auf dem Holm leben und arbeiten. Ein Besuch des Holm-Museums ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch ein Erlebnis der regionalen Identität. Das Museum lädt ein, die Besonderheit dieses schleswig-holsteinischen Stadtteils hautnah zu erfahren – fernab von Großstadtstress, geprägt von Tradition, Gemeinschaft und dem besonderen Flair eines historischen Fischerorts. Wer Schleswig besucht, sollte den Holm und sein Museum nicht verpassen.

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Häufige Fragen zu Holm-Museum

Was ist der Holm in Schleswig?
Der Holm ist ein historisches Fischerviertel an der Schlei, das bis 1933 eine eigene Insel war und durch eine Brücke mit Schleswig verbunden wurde. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche besonderen Rechte hatten die Holmer Fischer?
Die Holmer Fischer verfügten über das sogenannte Schlei-Privileg von 1480, das ihnen das Fischfangrecht auf der gesamten Schlei und das Aufspannen von Netzen zusicherte. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist die Holmer Beliebung?
Die Holmer Beliebung ist eine seit 1650 bestehende Totengilde, die von den Holmer Fischern gegründet wurde, um sich gegenseitig in schweren Zeiten wie Krieg und Pest zu unterstützen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia