Historische Ortslage des Dorfes Ferbitz
Highlights
- Ferbitz war ein Dorf in der Döberitzer Heide, heute Teil von Fahrland.
- 1936/37 wurde Ferbitz wegen Truppenübungsplatz enteignet und abgerissen.
- Das Rittergut Ferbitz gehörte seit 1711 dem Minister von Katsch.
Tipps
- Der Weg zur historischen Ortslage führt über Feld- und Fußwege, teils über unsichere Pfade mit Hindernissen wie Brennesseln und Rapsstroh.
- Ein Spaziergang zum markierten Standort am Fahrlandsee lohnt sich für den Ausblick, auch wenn die Stelle selbst nur durch ein Infobrett und einen Stab gekennzeichnet ist.
- Begegnungen mit Drachenliebhabern oder Wassersportlern sind möglich, da der Weg entlang des Sees und der Felder verläuft.
Eigenschaften
Ausflug Natur: Historische Ortslage des Dorfes Ferbitz in Fahrland
Die historische Ortslage des Dorfes Ferbitz befindet sich im brandenburgischen Fahrland, unweit des Fahrlandsees. Heute zählt Ferbitz zu den sogenannten Wüstungen – ehemaligen Siedlungen, die im Zuge von Enteignungen und militärischen Erweiterungen im 20. Jahrhundert aufgegeben wurden. Die Dorfbewohner wurden in den Jahren 1936/37 umgesiedelt, als das Gebiet in die Erweiterung des Truppenübungsplatzes Döberitz einbezogen wurde. Die zurückgelassenen Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen, sodass heute nur noch Spuren und Erinnerungen an die einstige Siedlung existieren.
Die Geschichte von Ferbitz reicht weit zurück. Bereits in der Spätantike oder frühen Mittelalterzeit lässt sich hier eine Besiedlung nachweisen. Ein Dorfplatz in der Nähe wird erstmals auf Plänen des 19. Jahrhunderts erwähnt und könnte eine Vorform des späteren Ferbitz darstellen. Seit dem späten 16. Jahrhundert war das Dorf mit dem nahegelegenen Rittergut eng verknüpft und wechselte mehrfach im Besitz adeliger Familien. Unter anderem gehörte es den Geschlechtern von Falkenhagen, von Katsch, von Börstel, von Schätzel sowie von der Reck. Die Güter wurden im Laufe der Zeit mehrfach verkauft und verpachtet, bis sie schließlich im 20. Jahrhundert aufgelöst wurden.
Ein besonderes Zeugnis der Dorfgeschichte ist die Ausstattung der Döberitzer Kirche, die 1712/13 erbaut wurde. Teile dieser barocken Innenausstattung gelangten nach der Räumung zunächst nach Ferbitz und später nach Haage, wo sie bis heute erhalten sind. Die ehemalige Gemarkung von Ferbitz erstreckt sich heute größtenteils im Naturschutzgebiet Ferbitzer Bruch, das ökologisch wertvoll ist und zur Gemeinde Dallgow-Döberitz gehört. Der nördliche Teil des ehemaligen Dorfgebietes liegt somit außerhalb des heutigen Fahrland-Gebietes, was die historische Einordnung zusätzlich verdeutlicht.
Heute ist die historische Ortslage ein stiller Ort am Rande des Fahrlandsees, gekennzeichnet durch eine Informationstafel und einen markierten Stab im Gelände. Der Weg dorthin führt über Feld- und Fußwege und lädt zu einem ruhigen Spaziergang entlang der Natur ein. Besucher berichten von schönen Ausblicken auf das Wasser und die umliegenden Felder, wenngleich der Zugang nicht immer einfach ist. Die Anlage selbst wirkt etwas ungepflegt, doch die ruhige Lage und die Nähe zum See machen den Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte.
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Häufige Fragen zu Historische Ortslage des Dorfes Ferbitz
Wo lag das Dorf Ferbitz historisch gesehen?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit den Bewohnern von Ferbitz 1936/37?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte die Familie von Katsch in Ferbitz?
Quelle: wikipedia
Gibt es heute noch Gebäude des alten Ferbitz?
Quelle: wikipedia