Privat-Theater-Gesellschaft Elektra
Highlights
- Privat-Theater-Gesellschaft Elektra wurde 1919 unter Otto Ebert neu gegründet und feierte 1936 sein 25-jähriges Jubiläum.
- Nach Kriegszerstörungen 1947 fanden ehemalige Mitglieder zusammen; 1950 hob die Alliierten das Spielverbot auf.
- Seit 1973 spielt Elektra im Neuen Kant-Gymnasium (Bismarckstr.) und experimentiert seit 1993 mit neuen Theaterformen.
Tipps
- Die Spielstätte befindet sich in einem historischen Gebäude mit kultureller Tradition seit über einem Jahrhundert.
- Einige Aufführungen kombinieren klassische Theaterformen mit modernen Elementen, was ein breites Spektrum an Darbietungen ermöglicht.
- Die Räumlichkeiten bieten eine intime Atmosphäre, die besonders für anspruchsvolle Inszenierungen geeignet erscheint.
Eigenschaften
Elektra-Theater: Kulturzentrum An d. Kappe 106
Die Privat-Theater-Gesellschaft Elektra an der Kappe ist ein traditionsreiches Kulturzentrum mit einer bewegten Geschichte, das sich seit Jahrzehnten der Theaterkultur in der Region verschrieben hat. Gegründet mit dem Namen „Elektra“, dessen Ursprung heute nicht mehr vollständig geklärt ist, entwickelte sich der Verein zu einem wichtigen Ort für amateurtheatralische Leistungen und kulturelle Veranstaltungen.
Ein markanter Wendepunkt war das Jahr 1919, als unter der Leitung von Otto Ebert ein neuer Aufschwung eingeleitet wurde. Die Gemeinschaft feierte 1936 ihr 25-jähriges Bestehen in den Festsälen bei Sawade, doch die folgenden Jahre brachten schwere Rückschläge: Durch Brandbomben gingen wertvolles Rollenmaterial, Requisiten und das Vereinsarchiv verloren. Die letzte offizielle Mitgliederversammlung fand 1940 statt, doch die Suche nach ehemaligen Mitgliedern blieb nicht erfolglos – 1947 gelang es, die Gemeinschaft wiederzubeleben.
Trotz anhaltender Spielverbote nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es der Gesellschaft, heimlich weiterzuwirken. Das Motto der Gründer, *„Einigkeit macht stark“*, prägte diesen schwierigen Wiederaufbau. Erst 1950 hob die Besatzungsmacht das Verbot auf, und Elektra konnte sich wieder offen der Bühne widmen. 1971 würdigte das Bezirksamt Spandau die langjährige Arbeit mit einer Feierstunde im Rathaus, die den 60. Geburtstag des Vereins ehrte.
Seit 1973 wechselte Elektra seine Spielstätte und fand im Neuen Kant-Gymnasium in der Bismarckstraße ein neues Zuhause, wo bis heute erfolgreiche Shows für das Publikum entstanden. 1993 wagte sich der Verein an ein neues künstlerisches Metier heran, das bis in die Gegenwart die Theateraufführungen prägt. Die Privat-Theater-Gesellschaft Elektra bleibt damit ein lebendiger Ort der Kultur, der mit Leidenschaft und Tradition die lokale Theaterlandschaft bereichert.