Denkmal/Gedenkstätte

Menhir von Farschweiler

54317 Lorscheid

Highlights

  • Der Menhir von Farschweiler ist ein etwa 3 Meter langer, obeliskartiger Stein aus rotem Sandsteinkonglomerat.
  • Er steht etwa 1,1 Kilometer nordwestlich von Farschweiler am Waldrand und ist nicht ortsständig.
  • Der Stein liegt exakt in einer Linie mit den Hinkelsteinen von Thomm und Beuren.

Tipps

  • Der Menhir von Farschweiler liegt etwa 1,1 Kilometer nordwestlich des Orts auf einem Waldweg, erreichbar über einen asphaltierten Feldweg ab Kehre in Farschweiler.
  • Ein roter Sandsteinkonglomerat-Stein, nicht ortsständig, deutet auf bewusste Anschaffung durch frühe Kulturen hin.
  • Der Stein ist möglicherweise im Sommer durch Brombeergebüsch schwer zu erkennen, besser sichtbar ist er entlang der Schneise im Wald.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Menhir von Farschweiler

Der Menhir von Farschweiler ist ein archäologisches Denkmal in der Gemeinde Lorscheid im Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz. Der etwa drei Meter lange Stein, aus rotem Sandsteinkonglomerat, liegt östlich umgefallen an einem Waldgrenzgraben, etwa 1,1 Kilometer nordwestlich des Ortsteils Farschweiler. Aufgrund seiner Gesteinsart wird angenommen, dass der Stein nicht aus der unmittelbaren Region stammt und absichtsvoll an diesen Ort gebracht wurde. Seine ursprüngliche Funktion ist nicht abschließend geklärt, doch als Menhir zählt er zu den bedeutendsten Kulturzeichen der Vor- und Frühgeschichte.

Der Fundort des Steins liegt entlang des sogenannten Römer-Kelten-Traumschleifen-Pfads, was ihn zu einem lohnenswerten Zwischenstopp auf einer kulturhistorischen Wanderung macht. Der Menhir ist nicht ohne Weiteres zu entdecken, da er sich im Wald verbirgt und im Sommer teilweise vom Brombeergestrüpp überwuchert ist. Ein asphaltierter Feldweg zweigt von der Bundesstraße ab und führt zunächst am Waldrand entlang. Nach einem Abzweig in leichter Richtung rechts verläuft der Weg weiter durch den Wald, bis eine auffällige Schneise den Blick auf freie Felder freigibt. Direkt gegenüber dieser Lichtung, etwa fünf Meter vom Weg entfernt hinter einer Doppelbuche, liegt der Stein.

Der Menhir von Farschweiler lässt sich gut mit weiteren archäologischen Fundstellen in der Nähe kombinieren, darunter die Hügelgräber sowie der Stein von Beuren. Bemerkenswert ist, dass die Hinkelsteine von Thomm, Farschweiler und Beuren exakt in einer Linie angeordnet sind – ein Hinweis auf mögliche astronomische oder rituelle Bedeutung in der Eisenzeit. Eine Erklärungstafel am Standort informiert über die Herkunft und Bedeutung des Steins und trägt damit zur Verständlichkeit des Denkmals bei. Besucher berichten, dass der Stein bei oberflächlicher Betrachtung unscheinbar wirken kann, doch seine stille Präsenz im Wald vermittelt einen Eindruck von der tiefen Zeitgeschichte der Region.

Die archäologische Einordnung des Steins datiert ihn in die Zeit vor Christi Geburt. Als Teil der Kategorie „Steinmale, Menhire“ steht er für die kulturelle Aneignung der Landschaft durch frühe Gesellschaften. Seine Lage im Grenzbereich zwischen Wald und Feld, sowie seine exakte Ausrichtung zu anderen Steinmalen, unterstreichen die Bedeutung solcher Fundstellen für das Verständnis vorrömischer Lebenswelten. Die Erreichbarkeit ist denkmalpflegerisch gestaltet, sodass der Zugang auch für interessierte Laien möglich ist, ohne den Naturraum übermäßig zu beeinträchtigen.

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