Ev.-Freik. Gemeinde Waiblingen
Highlights
- 1860 begann Carl-Gotthard Häcker in Waiblingen mit baptistischen Stubenversammlungen in seiner Wohnung.
- 1869 gründete er in Endersbach die erste freikirchliche Gemeinde mit Mahl- und Sägemühle als Versammlungsort.
- Ab den 1950ern entwickelte sich eine kleine baptistische Gemeinde, die sich organisatorisch mit Backnang verband.
Tipps
- Die Gemeinde bietet seit 1860 in Waiblingen regelmäßige Versammlungen in historischen Räumlichkeiten an, die auf den Ursprüngen der baptistischen Bewegung basieren.
- Der Besuch der Gemeinde findet in traditionellen Stubenversammlungen statt, die sich an der frühen freikirchlichen Praxis orientieren und eine persönliche Atmosphäre schaffen.
- Die Räumlichkeiten sind seit den 1950er-Jahren für Gottesdienste und Gemeinschaftsveranstaltungen angemietet, um den wachsenden Bedarf der Mitglieder zu decken.
Eigenschaften
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Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Waiblingen ist eine historische und lebendige baptistische Gemeinde, die tief in der freikirchlichen Tradition Wiblings verwurzelt ist. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1860 zurück, als der Pionier Carl-Gottfried Häcker in seiner Wohnung erste baptistische Versammlungen abhielt. Diese frühen Treffen, oft als „Stubenversammlungen“ bezeichnet, markierten den Beginn einer Gemeinde, die sich an den biblischen Prinzipien der frühen Täufer- und Baptistenbewegungen orientierte. Häcker, inspiriert von den reformatorischen Ideen und den biblischen Gemeindeidealen, gründete später 1869 in den Räumen seiner Mahl- und Sägemühle in Endersbach eine organisierte Gemeinde. Diese frühe Phase prägte den Geist der Selbstständigkeit und Gemeinschaft, der bis heute charakteristisch für die Freikirchen ist.
Die Entwicklung der Gemeinde in Waiblingen war zunächst bescheiden, doch sie wuchs schrittweise. In den 1950er-Jahren zählte sie bereits etwa 21 Mitglieder und organisierte sich zunächst in privaten Räumen. Als der Platz in der „guten Stube“ einer Privatwohnung nicht mehr ausreichte, suchten die Gemeindemitglieder nach neuen Versammlungsorten. Dies spiegelt die typische Flexibilität freikirchlicher Gemeinden wider, die sich nicht an festen Sakralbauten binden, sondern sich an den Bedürfnissen der Gläubigen und der Gemeindeentwicklung orientieren. Die Verbindung zu anderen baptistischen Gemeinden, etwa in Backnang, unterstrich dabei den Austausch und die Vernetzung innerhalb der regionalen Freikirchenlandschaft.
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Waiblingen steht im Kontext der historischen Baptistenbewegung, die in Deutschland ab 1834 durch den Kaufmann Johann Gerhard Oncken und spätere Pioniere wie Häcker Gestalt annahm. Diese Bewegung betonte die persönliche Glaubenserfahrung, die Autonomie der Gemeinde und eine direkte Auslegung der Bibel – Werte, die bis heute die Arbeit der Gemeinde prägen. Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden als solche entstanden aus dem Zusammenschluss verschiedener freikirchlicher Strömungen, darunter auch die Täufertradition, die bereits 1525 in Zürich ihren Anfang nahm. Diese Wurzeln machen die Gemeinde zu einem lebendigen Stück regionaler und überregionaler Kirchengeschichte.
Mit einem Google-Rating von 4,0 (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Gemeinde als eine wertgeschätzte und integrative Anlaufstelle für Menschen, die nach einer offenen, gemeindeorientierten und bibelzentrierten Ausrichtung suchen. Die Freikirchen pflegen eine Kultur der Gastfreundschaft und des Dialogs, die sowohl traditionelle als auch moderne Elemente vereint. Ob in informellen Versammlungen, Bildungsangeboten oder sozialem Engagement – die Gemeinde in Waiblingen zeigt, wie lebendige Glaubensgemeinschaften im Herzen der Stadt wirken können. Ihr Erbe als eine der ältesten baptistischen Gemeinden der Region macht sie zu einem besonderen Ort der Begegnung und des Glaubens.