Rheinisches Landesmuseum
Highlights
- Die Sammlung umfasst Exponate von der Vorgeschichte bis zum Barock, besonders zur römischen Kaiserstadt Augusta Treverorum.
- Das Museum verwaltet über 10.000 archäologische Fundstellen und veröffentlicht Grabungsergebnisse in eigenen Schriftenreihen.
Tipps
- Das Museum bietet geführte Vorstellungen wie 'Im Reich der Schatten' mit Licht- und Toneffekten, ideal für einen besonderen Einblick in die Geschichte.
- Die beeindruckende Sammlung umfasst bedeutende römische Exponate, darunter der Trierer Goldschatz und die größte Mosaikensammlung nördlich der Alpen.
- Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen und archäologische Neufunde im Museumsfoyer bieten zusätzliche Einblicke in die Regiongeschichte.
Eigenschaften
Über Rheinisches Landesmuseum
Das Rheinische Landesmuseum in Trier zählt zu den bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands und ist ein zentrales Kulturdenkmal in der Region. Es dokumentiert auf beeindruckende Weise mehr als 200.000 Jahre Geschichte der Region um Trier und erstreckt seine Sammlung von der Ur- und Vorgeschichte über die römische Zeit bis hin zum Mittelalter und der Neuzeit. Besonders die römische Vergangenheit der Stadt, die einst als Augusta Treverorum eine der wichtigsten Kaiserresidenzen des Römischen Reiches war, steht im Fokus der Dauerausstellungen. Mit über 4.500 Exponaten auf einer Ausstellungsfläche von 3.500 Quadratmetern bietet das Museum ein umfassendes Bild der kulturellen Entwicklung der Region.
Das Museum beherbergt einige der bedeutendsten archäologischen Schätze der Spätantike, darunter die größte Mosaikensammlung nördlich der Alpen, eindrucksvolle Grabdenkmäler aus Neumagen sowie den weltberühmten Trierer Goldschatz – den größten römischen Goldmünzenschatz der Welt. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Alltagsfunde aus der Römerzeit, darunter Keramik, Schmuck und Werkzeuge, die ein lebendiges Bild des damaligen Lebens zeichnen. Ein besonderes Highlight ist zudem ein Pfahl der ersten Römerbrücke, der dendrochronologisch datiert, dass Trier als älteste Stadt Deutschlands bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde.
Das Museumsgebäude selbst ist ein architektonisches Zeugnis der Zeit um 1885 und wurde nach Kriegszerstörungen in den 1950er Jahren wiederhergestellt. Seit 2008 gehört das Rheinische Landesmuseum zur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und ist Träger wichtiger Forschungsarbeiten im Bereich der archäologischen Denkmalpflege. Das Museum verwaltet ein Arbeitsgebiet von über 5.700 Quadratkilometern und mehr als 10.000 archäologischen Fundstellen in Trier und den angrenzenden Landkreisen. Die Ergebnisse der Grabungen werden in wissenschaftlichen Publikationen sowie in der eigenen Schriftenreihe veröffentlicht.
Besucher erwarten nicht nur klassische Ausstellungen, sondern auch interaktive und multimediale Erlebnisse wie das Raumtheater „Im Reich der Schatten“, das Geschichte mit Licht- und Toneffekten zum Leben erweckt. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen auf zusätzlichen 1.000 Quadratmetern Fläche ergänzen das Programm und bieten neue Perspektiven auf aktuelle archäologische Forschung. Auch für Schulen, Familien und Gruppen gibt es ein vielfältiges Angebot an Führungen, Rallyes und pädagogischen Programmen, die den Besuch des Museums zu einem lehrreichen und unterhaltsamen Erlebnis machen.