Kirche/Kloster

ehemalige Synagoge Boppard

Binger G. 35, 56154 Boppard

Highlights

  • Die ehemalige Synagoge Boppard in der Bingergasse wurde 1867 als eigenes Gotteshaus der 1853 gegründeten Gemeinde erbaut.
  • Das Gebäude zeigt Spuren von Erbauung, Zerstörung und Umnutzung – heute ein geschichtsträchtiges Denkmal im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Tipps

  • Die ehemalige Synagoge zeigt originale Bauzeichnungen aus dem Jahr 1867, die Einblicke in die ursprüngliche Architektur des Gotteshauses ermöglichen.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Zutritt zum Gebäude.
  • Das Gebäude dokumentiert durch sichtbare Spuren die Phasen von Nutzung, Zerstörung und späterer Umnutzung als historisches Denkmal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Boppard – Kultur-Ausflug mit Geschichte

Die ehemalige Synagoge in Boppard ist ein bedeutendes historisches Zeugnis jüdischer Kultur und Architektur im Herzen des Oberen Mittelrheintals. Seit ihrer Gründung im Jahr 1853 entwickelte sich die jüdische Gemeinde Boppards zu einer festen Größe am Rhein, die 1867 mit dem Kauf eines alten Hauses in der Bingergasse ihren eigenen Gottesdienstraum erhielt. Das Gebäude wurde als Synagoge umgestaltet und diente der Gemeinde über Jahrzehnte als spiritueller Mittelpunkt – ein Ort des Gebets, der Feiern und des Zusammenhalts.

Das Synagogengebäude verkörpert nicht nur religiöse Tradition, sondern auch die bewegte Geschichte des Ortes. Erst 1990 übernahm ein engagierter Eigentümer die Restaurierung und sorgte dafür, dass die Spuren der ursprünglichen Nutzung wieder sichtbar wurden. Durch sorgfältige Recherche und handwerkliches Geschick wurde das Gebäude zu einem „Denkmal des Lebensschicksals“ – ein Ort, der die Phasen der Erbauung, Zerstörung und Umnutzung nachvollziehbar macht.

Heute ist die ehemalige Synagoge ein Ort der Erinnerung und des Dialogs. Die Restaurierung bewahrte nicht nur architektonische Details, sondern auch die Atmosphäre eines Hauses, das einst der jüdischen Gemeinde gehörte. Das Gebäude steht seit 2002 als Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal unter besonderem Schutz und lädt Besucher ein, die Geschichte der jüdischen Präsenz in Boppard zu erkunden. Die Umnutzung als kultureller Raum unterstreicht zudem die Bedeutung des Ortes als Begegnungsstätte für alle Interessierten.

Die ehemalige Synagoge ist ein einzigartiges Beispiel für den Wandel eines Gebäudes durch die Jahrhunderte – von religiösem Zentrum über Leerstand bis hin zu einem Ort der Aufarbeitung vergangener Geschichte. Die Restaurierung und die offene Präsentation machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte, die sich mit der jüdischen Kultur und dem Erbe des Oberen Mittelrheintals auseinandersetzen möchten. Die positive Bewertung durch Besucher unterstreicht zudem ihren Stellenwert als Ort der Reflexion und des Respekts.

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