Evangelische Kirche Fincken
Highlights
- Nach Sanierungsarbeiten 2009 wurde zunächst die Decke des Kirchraums instand gesetzt.
- Die Kirche gehört zum historischen Ortskern der Gemeinde Fincken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Tipps
- In der Nähe liegt der Finckener See, ideal für einen Spaziergang nach dem Kirchenbesuch.
- Der Ortsteil Dammwolde bietet eine weitere sehenswerte Kirche, gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.
Eigenschaften
Über Evangelische Kirche Fincken
Die Evangelische Kirche Fincken steht inmitten der Gemeinde Fincken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Das Gotteshaus wurde im Jahr 1748 erbaut und gilt als bemerkenswertes Beispiel für den kirchlichen Bau im ländlichen Raum Mecklenburgs. Besonders bemerkenswert ist, dass die Kirche vermutlich die einzige evangelische Kirche in Mecklenburg ist, deren Unterhalt und Verwaltung durch die evangelische Kirchgemeinde an die Gemeinde verpachtet wurde. Diese Besonderheit unterstreicht die enge Verzahnung von Kirche und Gemeinde vor Ort.
Die Kirche selbst ist ein kleines, dennoch feines Bauwerk, das mit Liebe zum Detail gepflegt und erhalten wurde. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten, die unter anderem 2009 mit der Instandsetzung der Kirchendecke begannen, präsentiert sich das Gebäude heute in einem gepflegten Zustand. Die Architektur spiegelt den Baustil des 18. Jahrhunderts wider und zeugt von der handwerklichen Qualität ländlicher Kirchenbauten dieser Zeit. Die Innenausstattung sowie die ruhige Atmosphäre im Innenraum laden zur Besinnung und Reflexion ein.
Fincken liegt in einer landschaftlich reizvollen Region der Mecklenburgischen Seenplatte, umgeben von Wäldern, Seen und sanften Hügeln. Der höchste Punkt der Gemeinde, der Eckerberg, ragt 96 Meter über dem Meeresspiegel empor. Der Finckener See, durch den die Elde fließt, durchzieht das Gemeindegebiet und trägt zur malerischen Idylle bei. Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile, darunter Dammwolde, Fichtental, Jaebetz, Käselin, Knüppeldamm und Marienhof. Besonders erwähnenswert ist der Ortsteil Dammwolde, in dem sich eine weitere sehenswerte Kirche befindet.
Die Geschichte der Gemeinde reicht weit zurück. Erste urkundliche Erwähnungen datieren aus dem Jahr 1310. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer des Ortes mehrfach; unter anderem gehörte Fincken adeligen Geschlechtern wie den Grambow, Pritzbuer, Petersdorff und später den Grafen von Blücher. Die Familie von Blücher prägte das Bild des Ortes über mehrere Generationen hinweg maßgeblich. Im 20. Jahrhundert kam es unter der nationalsozialistischen Herrschaft zu einer Umsiedlung durch ostfriesische Bauern, deren typische Architektur mit gemauertem Erdgeschoss und Holzobergeschoss noch heute viele Häuser prägt.