Ausflug Kultur

Knochenmühle

Schöndelter Straße 11, 57413 Finnentrop

Highlights

  • Die Knochenmühle in Fretter bei Finnentrop ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahr 1900.
  • Sie zerkleinerte jährlich 1500 bis 2000 kg Knochen zu Düngemittel.
  • Angetrieben wurde die Mühle durch ein Wasserrad mit Zahnradübersetzung.

Tipps

  • Das ehemalige Stampfwerk der Knochenmühle in Fretter ist einzigartig in NRW und seit 2014 wieder betriebsbereit.
  • Knochen wurden früher zwei Jahre auf dem Dachboden getrocknet, bevor sie zerkleinert wurden.
  • Die Anlage wurde zwischen 1987 und 1989 restauriert und 2019 für 32.000 Euro saniert.

Eigenschaften

Ganzjährig

Kultur-Ausflug zur Knochenmühle in Finnentrop

Die Knochenmühle in Fretter, einem Ortsteil von Finnentrop im Kreis Olpe, ist ein einzigartiges technisches Kulturdenkmal und zählt heute zu den sehenswerten Ausflugszielen in Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert errichtet, diente sie der Verarbeitung von Tierknochen zu Düngemitteln. Die Anlage wurde damals als Teil des landwirtschaftlichen Fortschritts genutzt, als Knochenmehl als wertvoller organischer Dünger in der Landwirtschaft stark nachgefragt war. Die Mühle wurde über ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben, das über ein Zahnradgetriebe die Stampfmaschine in Bewegung setzte.

Das Herzstück der Knochenmühle bildet ein aus Gusseisen gefertigtes Stampfwerk, das vermutlich aus einer ehemaligen Hütte im nahegelegenen Finnentrop stammt. Vor der Verarbeitung wurden die Knochen von Metzgern und Altwarenhändlern gesammelt und zwei Jahre auf dem Dachboden der Mühle getrocknet. Anschließend wurden sie zerkleinert und als Dünger an Landwirte in der Region verteilt. Pro Winter verarbeitete die Mühle etwa 1500 bis 2000 Kilogramm Knochen. Die Anlage blieb bis 1945 in Betrieb, ehe sie stillgelegt wurde.

Nach Jahren der Vernachlässigung wurde die Knochenmühle zwischen 1987 und 1989 umfassend restauriert. Seit 2014 ist sie wieder voll funktionsfähig und zählt zu den wenigen erhaltenen Knochenmühlen in Westfalen. Besonders bemerkenswert ist die originale Poche, die die Anlage in NRW einzigartig macht. 2019 erfolgte eine weitere Sanierung, unter anderem wurde das Mühlrad erneuert. Heute ist die Knochenmühle nicht nur ein geschütztes Baudenkmal, sondern auch ein Ort der technischen und kulturellen Erinnerung, der Besucher auf eine anschauliche Weise in die industrielle Vergangenheit der Region eintauchen lässt.

Im direkten Umfeld der Knochenmühle wurde zudem ein Naherholungsgebiet eingerichtet, das den Besuch zu einem ganztägigen Ausflug macht. Die Kombination aus historischem Erbe, technischem Sachwert und naturnaher Umgebung macht die Knochenmühle zu einem lohnenswerten Ziel für Interessierte der Regionalgeschichte sowie für Familien und Gruppen, die einen kulturellen Ausflug im Sauerland suchen.

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Häufige Fragen zu Knochenmühle

Was ist eine Knochenmühle?
Eine Knochenmühle zerkleinert menschliche oder tierische Knochen durch Mahlen oder Stampfen. Früher dienten sie zur Gewinnung von Knochenmehl, das als Dünger verwendet wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befindet sich die Knochenmühle in Fretter?
Die Knochenmühle in Fretter liegt im Kreis Olpe, Nordrhein-Westfalen, und ist Teil des Hofes Ruhrmann. Sie ist ein denkmalgeschütztes Technikdenkmal. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann wurde die Knochenmühle in Fretter erbaut?
Die Knochenmühle in Fretter wurde um 1900 errichtet und nutzte Wasserkraft zur Zerkleinerung von Knochen. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Funktion hatte die Knochenmühle in Fretter?
Sie zerkleinerte jährlich im Winter 1500 bis 2000 kg Knochen, die von Metzgern und Altwarenhändlern geliefert wurden. Das Knochenmehl diente als organischer Dünger. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Ist die Knochenmühle in Fretter heute noch funktionsfähig?
Ja, die Anlage wurde restauriert und ist seit 2014 in betriebsbereitem Zustand. Zuletzt wurde 2019 eine Sanierung für 32.000 Euro durchgeführt. Stand Juni 2026.

Quelle: website