Parks & Gärten

Garten Nr. 66

Aschheimer Weg 19, 85774 Unterföhring

Highlights

  • Garten Nr. 66 in Unterföhring war eine offene Anlage ohne Zäune, die als Vorbild für den Gemeinderat diente.
  • Der Garten entwickelte sich mit Fundamenten und öffentlichen Flächen, wobei Wegeführung und Begleitgrün umstritten waren.
  • Im Biergarten unter Pavillons gab es traditionell Verpflegung mit Bratwürsten, Steaks, Kuchen und frisch gezaptem Bier.

Tipps

  • Der große Parkplatz wird ausschließlich für die Anlieferung und den Bauablauf genutzt; private Fahrzeuge müssen auf alternativen Flächen abgestellt werden.
  • Die Wegeführung innerhalb der Anlage orientiert sich an den öffentlichen Flächen, die für alle Besucher frei zugänglich gestaltet sind.
  • Ein digitales Angebot des Kleingarten Magazins steht ab Ende April zur Verfügung und kann als Ergänzung zur Nutzung der Anlage genutzt werden.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark-Ausflug Garten Nr. 66 Unterföhring

Der Garten Nr. 66 in Unterföhring ist eine offene Kleingartenanlage, die sich durch ihre naturnahe Gestaltung und die unkonventionelle Entstehungsgeschichte auszeichnet. Ursprünglich als Vorbild für den hiesigen Gemeinderat geplant, entwickelte sich hier eine Anlage ohne feste Zäune, die bewusst auf traditionelle Begrenzungen verzichtet. Die öffentlichen Flächen wurden schrittweise angelegt – nicht immer zur vollen Zufriedenheit der Vereinsmitglieder, da unterschiedliche Vorstellungen über Wegeführung und Begleitgrün aufeinandertrafen.

Ein besonderer Charme des Gartens liegt in seiner Verbindung von Natur und Gemeinschaft. Im Sommer lädt der Bereich zu gemütlichen Treffen ein, etwa beim jährlichen Wiesnanstich, einem traditionellen Fest, bei dem das erste Fass Bier von Kassier Frank Pappalardo angezapft wird. Während der Spielpausen im Biergarten unter Pavillons konnten Besucher sich mit regionalen Spezialitäten wie Bratwürsten, Nackensteak oder selbstgebackenem Kuchen stärken. Auch heute noch steht das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt – etwa durch regelmäßige Vereinsveranstaltungen oder die digitale Ausgabe des Kleingarten Magazins, die ab Ende April verfügbar ist.

Die Anlage ist zudem ein Ort der Begegnung: Die Vorstandschaft bietet etwa eine Vereinssprechstunde mit Kaffee und Kuchen an, um Mitglieder direkt vor Ort zu beraten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der naturnahen Gestaltung – so wurde etwa ein Naturlehrpfad angelegt, der durch das Gelände führt und bei Bedarf auch für Fußgänger oder Radfahrer zugänglich sein könnte. Zudem liegt der Garten in unmittelbarer Nähe zum Bauhof und dem Wertstoffhof, was die Anlage in den urbanen Kontext Unterföhrings einbindet.

Für Naturliebhaber und Gartenfreunde bietet Garten Nr. 66 eine Mischung aus Entspannung und Aktivität. Die Anlage ist Teil eines Netzwerks bienenfreundlicher Gärten, wie es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Wer hier Blumen oder Stauden pflanzt, trägt dazu bei, die lokale Biodiversität zu stärken. Gleichzeitig bleibt der Garten ein Ort der Tradition – ob beim gemeinsamen Grillen, bei Vereinsaktivitäten oder einfach beim Verweilen in der Natur.

Obwohl der große Parkplatz zugänglich bleibt, wurden in der Vergangenheit bauliche Veränderungen vorgenommen, etwa die Verlegung von Leitungen oder die Sperrung der Aschheimer Straße für den Bauhofausbau. Dennoch bleibt der Garten ein Ort der Freiheit und des Miteinanders, der sich bewusst von starren Strukturen löst und stattdessen Raum für Natur, Gemeinschaft und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten schafft.

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