Kirche/Kloster

St. Margaret

Erdinger Str. 1, 85570 Markt Schwaben

Highlights

  • St. Margaret ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg.
  • Der Bau der heutigen Kirche begann 1671 unter Baumeister Georg Zwerger und dauerte zehn Jahre.
  • 1942 wurden die historischen Glocken im Zweiten Weltkrieg für den Waffenbau eingeschmolzen.

Tipps

  • Interessante Details wie der Hochaltar, die Deckengewölbe und verschiedene Altäre laden zur Besichtigung ein und bieten Einblicke in verschiedene Epochen der Kirchengeschichte.
  • Bei Besuchen empfiehlt sich ein Blick auf die historischen Gegenstände und Gemälde, die viel über die regionale und religiöse Geschichte erzählen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Margaret

Die Pfarrkirche St. Margaret in Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer mehr als 700-jährigen Geschichte. Ursprünglich wurde an dieser Stelle um das Jahr 1315 eine romanische Kirche aus Ziegeln errichtet. Etwa anderthalb Jahrhunderte später entstand an derselben Stelle eine kleinere gotische Kirche, die den Aposteln Philippus und Jakobus geweiht war. Der heutige Kirchenbau wurde im 17. Jahrhundert rund 20 Meter südöstlich der Vorgängerbauten errichtet und der Heiligen Margareta gewidmet, die als Patronin der Gerichtsbarkeit eng mit der damaligen Anwesenheit eines Landgerichts im Schloss Schwaben verknüpft war. Der Bau wurde von Georg Zwerger, einem renommierten Baumeister aus Miesbach, geleitet.

Die Kirche erhielt im Laufe der Jahrhunderte verschiedene kunstvolle Ausstattungsstücke. So stiftete 1704 die Rosenkranzbruderschaft den Marienaltar, gefolgt von weiteren Altären, darunter dem Jungfrauenaltar mit Darstellungen der Heiligen Agathe, Barbara und Katharina, sowie dem Josefialtar und dem Antoniusaltar. Im Jahr 1723 ließ der Bierbrauer Trappentreu den Hochaltar mit einem neuen Aufsatz und Tabernakel versehen, der reich vergoldet wurde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche renoviert, wobei das ursprüngliche Hochaltarbild durch ein Werk der Nazarenerschule ersetzt wurde, das seither unauffindbar blieb. 1873 erhielt das Gotteshaus eine neue Orgel, und in den 1970er Jahren wurde eine umfangreiche Restaurierung durchgeführt, die auch strukturelle Maßnahmen gegen Erschütterungen vom Straßenverkehr einschloss.

Die Kirche verfügt über eine wechselvolle Glockengeschichte. Das erste Geläute wurde bereits 1684 gegossen, ergänzt um eine Glocke aus der Vorgänger-Kirche. 1911 erhielt die Gemeinde ein vierstimmiges Bronzegeläute, das als Salve-Regina-Motiv konzipiert war. Während des Ersten Weltkriegs blieben die Glocken erhalten, doch im Zweiten Weltkrieg wurden sie 1942 für den Waffenbau eingeschmolzen – darunter auch die historische Zügenglocke von 1585. Nach dem Krieg erhielt die Kirche 1948 ein Ersatzgeläute aus Gussstahl, das bis heute verwendet wird, jedoch aufgrund seiner Materialbeschaffenheit und altersbedingter Mängel als problematisch gilt. In den 1990er Jahren mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten am Kirchturm, am Dach und am Deckengewölbe durchgeführt werden, um den Erhalt des Bauwerks zu sichern.

Die Sakralbauten in Markt Schwaben zeichnen sich durch ihre historische Kontinuität und kunsthistorische Wertigkeit aus. Die Kirche St. Margaret ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein architektonisches Zeugnis der regionalen Geschichte. Die liebevolle Pflege und mehrfache Restauration unterstreichen die Bedeutung des Ortes für die Gemeinde. Die Kirche beherbergt eine Reihe bemerkenswerter Kunstwerke, darunter den Hochaltar, eine kunstvolle Kanzel sowie zahlreiche Gemälde und Skulpturen. Auch die Orgel, das Deckengewölbe und die kunstvoll gestalteten Altäre tragen zur besonderen Atmosphäre bei. Die Sauberkeit und der gepflegte Zustand der Kirche werden von Besuchern regelmäßig hervorgehoben.

Neben ihrer Funktion als Gotteshaus hat St. Margaret auch eine emotionale Bedeutung für viele Menschen. So fanden hier unter anderem kirchliche Trauungen statt, bei denen die Feierlichkeiten durch persönliche Gestaltung und musikalische Begleitung zu Erlebnissen wurden. Die Kirche steht als geschütztes Kulturdenkmal für bayerische Sakralbaukunst und lädt durch ihre ruhige Präsenz und reiche Ausstattung zur Besinnung und zur Wertschätzung regionaler Geschichte ein.

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