Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
Highlights
- Das Tucherschloss wurde zwischen 1533 und 1544 als Stadtschloss der Patrizierfamilie Tucher erbaut.
- Das Museum zeigt Exponate aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, darunter Porträts, Möbel und Kunsthandwerk der Familie Tucher.
- Im Hirsvogelsaal im Schlossgarten sind Renaissanceausstattung und ein Deckengemälde von Georg Pencz zu sehen.
Tipps
- Das Museum Tucherschloss bietet eine authentische Führung mit 'Hausherrin Katharina Tucher', die Geschichte humorvoll und informativ vermittelt.
- Im Schlossgarten kann man Picknick machen und die restaurierte Architektur des 16. Jahrhunderts in Ruhe genießen.
- Audioführungen sind verfügbar und bieten vertiefende Einblicke in ausgewählte Exponate und Epochen des Museums.
Eigenschaften
Über Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
Das Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal in Nürnberg bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher im 16. Jahrhundert. Das Schloss wurde zwischen 1533 und 1544 als Stadtschloss im Stil der französischen Renaissance errichtet und zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in den Jahren 1967 bis 1969 wieder aufgebaut, wobei die ursprüngliche Architektur weitgehend rekonstruiert wurde.
Die Ausstellung im Tucherschloss zeigt Möbel, Tapisserien, Gemälde und Kunsthandwerk aus dem Besitz der Familie Tucher, darunter wertvolle Stücke aus der Zeit um 1500. Zu den Highlights zählen das emaillierte Tafelservice aus Limoges, ein silberner Doppelpokal von Wenzel Jamnitzer sowie Porträts aus der Werkstatt von Michael Wolgemut. Die Sammlungen befinden sich noch heute im Eigentum der Familienstiftung oder einzelner Familienzweige und werden gemeinsam vom Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg betreut.
Ein besonderes Highlight des Geländes ist der im Schlossgarten gelegene Hirsvogelsaal, der nach dem Krieg bis zum Jahr 2000 rekonstruiert wurde. Die Innenausstattung stammt von Peter Flötner und zählt zu den bedeutendsten Renaissanceausstattungen Deutschlands. Das Deckengemälde mit dem Sturz des Phaeton von Georg Pencz, einem Schüler Albrecht Dürers, zählt zu den kunsthistorischen Höhepunkten des Saals. Die Wände sind mit einer prachtvollen Holzverkleidung versehen, die italienische Renaissanceformen in Nürnberg erstmals einführt.
Im Schlossgarten laden Bänke und Rasenflächen zu einem Aufenthalt im Freien ein, und Picknicks sind erwünscht. Sonntags bietet das Museum die Möglichkeit, durch eine Schauspielerin in historischer Kostümführung als „Katharina Tucher“ durch das Schloss geführt zu werden. Diese authentische Führung verbindet unterhaltsame Darbietung mit historischem Wissen und eröffnet Besucherinnen und Besuchern einen persönlichen Zugang zur Familiengeschichte der Tucher sowie zur Stadtgeschichte Nürnbergs.