Statue Hausmadonna (älteste Nürnbergs)
Highlights
- Die Statue der Hausmadonna gilt als älteste erhaltene Figur Nürnbergs und stammt aus dem 14. Jahrhundert.
- Sie schmückt das spätmittelalterliche Fachwerkhaus in der Hinteren Ledergasse 43, gerettet durch die Altstadtfreunde seit 2021.
- Die barocke Hausmadonna ist Teil des Rotgerberhauses 1697, das nach akuter Einsturzgefahr saniert wurde.
Tipps
- Die Statue der Hausmadonna markiert den Standort des ältesten erhaltenen Bürgerhauses Nürnbergs aus dem 14. Jahrhundert und bietet Einblicke in die mittelalterliche Bauweise.
- Der Johannisfriedhof in unmittelbarer Nähe ermöglicht einen ruhigen Spaziergang durch ein historisches Stadtviertel der Gründerzeit mit architektonisch wertvollen Grabmalen.
- Die Nähe zur Stadtbefestigung ermöglicht einen Blick auf die mittelalterlichen Wehrmauern und den historischen Charakter des Viertels zwischen Altstadt und Gostenhof.
Eigenschaften
Statue Hausmadonna Nürnberg – Nürnbergs ältestes Denkmal
Die Statue der Hausmadonna zählt zu den ältesten und bedeutendsten historischen Kunstwerken Nürnbergs. Als eine der prägendsten Figuren der Stadt verkörpert sie die christliche Tradition und das kulturelle Erbe der Region. Die Statue, die vermutlich aus dem Mittelalter stammt, war ursprünglich Teil eines Privathauses und diente als Schutzpatronin des Haushalts. Solche Hausmadonnen waren in Nürnberg weit verbreitet und spiegeln den tief verwurzelten Glauben der Bürger wider.
Die Hausmadonna war nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch ein Zeichen des Wohlstands und der Identität eines Haushalts. Ihre Darstellung in der typischen mittelalterlichen Form – oft mit dem Jesuskind auf dem Arm – unterstreicht die Verbindung von Alltag und Spiritualität in der damaligen Gesellschaft. Die Statue überlebte die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und wurde später als Teil des kulturellen Erbes Nürnbergs bewahrt. Heute gilt sie als eines der ältesten erhaltenen Beispiele dieser Art in der Stadt.
Der Johannisfriedhof, in dem die Statue ursprünglich aufgestellt war, gehört zu den historischen Friedhöfen Nürnbergs und liegt im Stadtviertel Gostenhof. Dieser Friedhof, der sich durch seine Gründerzeit-Architektur auszeichnet, war über Jahrhunderte ein zentraler Ort der Bestattungskultur. Die Nähe zur Statue der Hausmadonna zeigt, wie eng religiöse Traditionen und städtisches Leben in Nürnberg verwoben waren. Beide Orte – die Statue und der Friedhof – sind heute Zeugnisse einer Zeit, in der Glauben und Alltag untrennbar miteinander verbunden waren.
Die Altstadtfreunde Nürnberg, eine der größten deutschen Stadtbild- und Denkmalinitiativen, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass solche historischen Schätze erhalten bleiben. Seit ihrer Gründung haben sie über 20 Altstadthäuser vor dem Abriss bewahrt und durch Sanierungen wiederhergestellt. Ihre Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, das kulturelle Erbe einer Stadt wie Nürnberg zu bewahren – nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Generationen. Die Hausmadonna ist dabei ein besonders eindrucksvolles Beispiel für diese Bemühungen.
Wer sich für die Geschichte Nürnbergs interessiert, findet in der Statue der Hausmadonna ein Stück lebendige Vergangenheit. Sie steht für die Verbindung von Religion, Handwerk und städtischem Leben im Mittelalter und zeigt, wie tief verwurzelt das kulturelle Gedächtnis der Stadt ist. Gemeinsam mit anderen historischen Stätten wie der Gostenhofer Stadtbefestigung oder der Kulturscheune der Altstadtfreunde bietet sie Einblicke in eine Epoche, die Nürnberg zu dem machte, was es heute ist: eine Stadt voller Wunder und Kunst.