Kirche/Kloster

Kirchenbüro St. Marien

Marienkirchhof 5, 24937 Flensburg

Highlights

  • Die St.-Marien-Kirche in Flensburg ist eine dreischiffige gotische Backsteinhalle mit Ursprüngen aus dem 12. Jahrhundert und spätmittelalterlichen Gewölbemalereien.
  • 1589 schuf Hinrich Stenhouwer das Standbild der Mondsichelmadonna für den Westgiebel, während 1730/31 ein barocker Turm mit Haube entstand.

Tipps

  • Der Haupteingang befindet sich an der Südseite des Turmjoches und ermöglicht einen direkten Zugang zum Kirchengebäude.
  • Die dreischiffige Backsteinhalle der Marien-Kirche zeigt gotische Architektur mit einem Mansarddach aus dem 18. Jahrhundert.
  • In der Westwand sind originale Fenster aus dem 13. Jahrhundert bei der Restaurierung 1958 entdeckt und erhalten worden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral: Kirchenbüro St. Marien Flensburg

Das Kirchenbüro St. Marien in Flensburg ist ein zentraler Ort der sakralen Geschichte und kulturellen Identität der Stadt. Die Marienkirche, eine prächtige dreischiffige Backsteinhalle aus gotischer Zeit, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Region. Ihr Ursprung reicht bis ins Jahr 1182 zurück, als Kaufleute der Knudsgilde – ursprünglich aus Schleswig stammend – den Marktort Flensburg mit einem Schiffsanlegeplatz begründeten. Die Kirche markiert damit nicht nur einen frühen Siedlungskern, sondern auch den Aufstieg der Stadt zu einer wichtigen Handelsmetropole.

Die Marienkirche ist der zweite Kirchenbau an gleicher Stelle und vereint architektonische Stilepochen wie Gotik, Barock und Neugotik. Besonders beeindruckend sind die erhaltenen Reste spätmittelalterlicher Gewölbemalereien, die Zeugnis von der künstlerischen Ausgestaltung vergangener Jahrhunderte ablegen. Ein Highlight ist das Standbild der Mondsichelmadonna mit Kind aus Bückeberger Stein, das 1589 vom Flensburger Bildhauer Hinrich „Stenhouwer und Snitker“ für den Westgiebel geschaffen wurde. Das Werk verweist auf die Bedeutung des Bildhauers Heinrich Ringerinck, dessen Arbeiten Flensburg über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machten.

Das mächtige Mansarddach von 1788, das Mittelschiff und Seitenschiffe unter einem gemeinsamen Dach vereint, prägt bis heute das Erscheinungsbild. Ein weiteres Juwel ist die Marienglocke („Die dicke Maria“), die 1698 während der Pfingsttage gegossen wurde und als Viertelstundenschlagglocke seit 1904 ihre Funktion erfüllt.

Das Kirchenbüro St. Marien dient nicht nur der Verwaltung kirchlicher Angelegenheiten, sondern ist auch ein Tor zu Flensburgs bewegter Geschichte. Die Kirche verbindet sakrale Tradition mit handwerklichem und künstlerischem Erbe – von den ältesten Fenstern um 1220 in der Westwand bis zu den barocken und neugotischen Umgestaltungen.

Flensburgs Marienkirche steht damit für den Wandel einer Handelsstadt zu einem kulturellen Zentrum, in dem sich Handwerk, Architektur und religiöse Praxis zu einem einzigartigen Ensemble verdichten. Ihr Erbe ist nicht nur ein Stück regionaler Geschichte, sondern auch ein Spiegel der lebendigen Verbindung zwischen Flensburg und seinen Nachbarregionen wie Schleswig und Bückeburg – wo Künstler wie Ringerinck und Steinmetze wie Stenhouwer ihre Spuren hinterließen.

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