KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Highlights
- Das KZ Flossenbürg wurde 1938 als Zwangsarbeitslager für den Steinbruch und später die Flugzeugproduktion errichtet.
- Mindestens 30.000 von etwa 100.000 Häftlingen kamen im Lager und dessen fast 90 Außenlagern ums Leben.
- Heute erinnert die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg an die Opfer und die Geschichte des Lagers.
Tipps
- Der Eintritt zur Gedenkstätte ist kostenlos, ebenso die Parkplätze vor Ort.
- Das Gelände ist barrierefrei zugänglich, es gibt ein Café und Toiletten.
- Informative Tafeln und Filme erläutern die Geschichte des Lagers und seiner Opfer.
Eigenschaften
Über KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg befindet sich in der Gemeinde Flossenbürg im bayerischen Teil des Oberpfälzer Waldes. Sie erinnert an das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg, das von 1938 bis kurz vor Kriegsende bestand. Das Gelände der Gedenkstätte umfasst Teile des ursprünglichen Lagerareals und dient heute als Ort des Gedenkens, Lernens und Forschens. Die Einrichtung versteht sich als Mahnmal, Museum und Bildungszentrum und wird von der Stiftung bayerische Gedenkstätten betrieben.
Das ehemalige Konzentrationslager wurde ursprünglich zur Ausbeutung von Zwangsarbeitskräften im nahegelegenen Granitsteinbruch errichtet. Mit der Zeit erweiterte sich die Produktion auf Rüstungsgüter, darunter auch Teile für das Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109. Etwa 100.000 Menschen verschiedener Nationalitäten wurden in Flossenbürg und seinen fast 90 Außenlagern inhaftiert, mindestens 30.000 von ihnen kamen ums Leben. Die Häftlinge stammten aus zahlreichen europäischen Ländern, wobei viele aus osteuropäischen Regionen deportiert wurden.
Die Gedenkstätte verfügt über zwei Dauerausstellungen, die die Geschichte des Lagers sowie dessen Nachwirkungen aufgearbeitet darstellen. Neben umfangreichen Exponaten und Dokumenten bieten Infotafeln sowie filmische und multimediale Elemente einen tiefgreifenden Einblick in die Bedingungen im Lageralltag. Besucher*innen können das Gelände kostenfrei erkunden, darunter auch erhaltene Bauten wie das Krematorium. Ein Museumscafé sowie barrierefreie sanitäre Einrichtungen ergänzen das Angebot. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, ebenso die Nutzung des Parkplatzes.
Die Gedenkstätte legt großen Wert auf Bildungsarbeit und vermittelt durch verschiedene Programme Wissen über die nationalsozialistische Verfolgung sowie die Mechanismen von Herrschaft und Widerstand. Neben Führungen und Workshops werden auch Forschung und Archivarbeit gefördert. Die Einrichtung wird von Gästen als gelungen und eindrucksvoll wahrgenommen, wobei insbesondere die authentische Atmosphäre sowie die detaillierte Aufarbeitung der historischen Ereignisse hervorgehoben werden.