Kirche/Kloster

Kirche Hohenahlsdorf

Hohenahlsdorf 45a, 14943 Niederer Fläming

Highlights

  • Die Kirche Hohenahlsdorf ist ein spätromanischer Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit eingezogenem Chor, später im 19. Jh. um einen Turm erweitert.
  • Gotische Feldsteinreste im Chor (15. Jh.) und barocke Fenster mit spitzbogigen Ziegellaibungen prägen das historische Erscheinungsbild der Dorfkirche.
  • Die Schuke-Orgel (1996) und spätgotische Elemente wie die Sakramentsnische im barocken Altar unterstreichen den sakralen Charakter des Gebäudes.

Tipps

  • Die Kirche Hohenahlsdorf zeigt einen spätromanischen Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit eingezogenem Chor und einer späteren westwärtigen Erweiterung im 19. Jahrhundert.
  • Der kleine Glockenturm bietet einen Überblick über die historische Architektur und die umgebende Landschaft des Niederen Flämings.
  • Im Inneren finden sich spätgotische und barocke Elemente wie der neugotische Altar sowie eine historische Taufstelle aus dem 17. Jahrhundert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirche Hohenahlsdorf – Sakrale Schätze im Niederen Fläming

Als spätromanischer Feldsteinbau entstand sie bereits im 13. Jahrhundert, wobei der eingezogene Chor mit seinem gotischen Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert besonders prägend wirkt. Das ursprüngliche Gebäude war vermutlich ein einfacher hölzerner Vorgängerbau, wie die frühe Erwähnung eines Priesters im Jahr 1174 nahelegt. Der heutige Chor mit seinen markanten Backsteinlaibungen und spitzbogigen Fenstern zeugt von späteren Umgestaltungen, während die Sakristei hinter dem Altar durch eine verglaste Holzwand abgetrennt ist.

Das Innere der Kirche vereint romanische und barocke Elemente in harmonischer Weise. Ein herausragendes Merkmal ist der Sandsteinaufbau des Kanzelkorbs aus dem 17. Jahrhundert, der zwischen Säulen gestellt ist und mit Moses sowie Christus als Guter Hirte zwei zentrale Figuren zeigt. Das Gebälk mit Segmentbögen und Obelisken in Engelswolken unterstreicht den barocken Einfluss, während die spätgotische Sakramentsnische im Unterbau des Altars auf ältere Traditionen verweist. Der Taufstein stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist Teil einer reichen Ausstattung, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert wurde – etwa die Schuke-Orgel, deren Reparatur 2007 in der Märkischen Allgemeinen ausführlich dokumentiert wurde.

Ein besonderes Highlight ist der 33 Meter hohe Kirchturm, der erst im späten 19. Jahrhundert errichtet wurde und die Gemeinde mit seiner prächtigen Akustik ausstattet. Die älteste Glocke, eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1581 mit dem Gewicht von 450 Kilogramm, trägt die Inschrift *„o rex gloriae veni cum pace“* und hing ursprünglich in einem hölzernen Glockenhäuschen von 1716. Das Kirchenschiff selbst wurde im 19. Jahrhundert um ein Westschiff erweitert, während der Fußboden 1860 neu gepflastert wurde. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming würdigte die Kirche 2002 als *„Denkmal des Monats“* und betonte dabei ihre einzigartige Verbindung aus romanischer Substanz und barocker Pracht.

Die Kirche Hohenahlsdorf besticht nicht nur durch ihre Architektur, sondern auch durch ihre lebendige Geschichte als kultureller Ort. Regelmäßig finden hier Konzerte statt, etwa auf der restaurierten Orgel oder mit historischen Instrumenten wie dem Druckwindharmonium, das 2017 nach einer Wiederherstellung gefeiert wurde. Das erhaltene Gestühl im Chorraum erinnert an die soziale Hierarchie der Bauernschaft, während die Mischung aus originalen Fenstern und späteren Backsteinvergrößerungen ein lebendiges Bild der baulichen Entwicklung zeigt. Als eines der ältesten Gebäude Hohenahlsdorfs verkörpert die Kirche den Geist einer Region, in der sich flämische Siedlungsgeschichte und mittelalterliche Frömmigkeit bis heute widerspiegeln.

Bewertungen

4,7 (21) 4.7 aus 21 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,7 (21) 4.7 · 21 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…