Pfarrkirche St. Johannes Baptista
Highlights
- Die Pfarrkirche St. Johannes Baptista in Forbach wurde 1886 erbaut und 1891 geweiht.
- Architekt Adolf Williard entwarf das Gebäude im Auftrag des Erzbischöflichen Bauamts Karlsruhe.
- Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit bemerkenswerter Innenausstattung und original erhaltenen Fenstern.
Tipps
- Die Pfarrkirche St. Johannes Baptista in Forbach ist eine große, sehenswerte Basilika mit einzigartigem Innenausbau und reichhaltiger Geschichte im Nordschwarzwald.
- Vom Bahnhof aus ist die Kirche bequem zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen und bietet einen ruhigen Besuch ohne Touristenandrang.
- Die Kirche verfügt über bemerkenswerte Chorgemälde und architektonische Details aus dem späten 19. Jahrhundert, die einen Besuch lohnen.
Eigenschaften
Über Pfarrkirche St. Johannes Baptista
Die Pfarrkirche St. Johannes Baptista in Forbach zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im Nordschwarzwald und ist ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens der Region. Die Gemeinde Forbach liegt im Murgtal und gehört mit zu den größten Waldgemeinden Baden-Württembergs. Die Kirche ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein architektonisches Zeugnis der kirchenbaulichen Entwicklung des späten 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter wird eine erste Kirche vermutet, später wird 1404 eine Pfarrei erwähnt. Die heutige Basilika entstand jedoch erst ab dem späten 18. Jahrhundert in mehreren Bauphasen. Der Neubau nach Plänen des Fürstlichen Bauinspektors Krohmer wurde 1788 errichtet. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Erweiterung, ehe schließlich aufgrund des wachsenden Bedarfs ein neuer, großzügigerer Kirchenbau notwendig wurde. Dieser wurde unter der Leitung von Adolf Williard, dem Leiter des Erzbischöflichen Bauamts Karlsruhe, entworfen und ab 1886 realisiert. Die Kirche wurde zwei Jahre später rohbauweise fertiggestellt und 1891 feierlich geweiht.
Die Architektur der St. Johannes Baptista orientiert sich an der Form der dreischiffigen Basilika. Williard, maßgeblich vom klassizistischen Stil und italienischen Vorbildern beeinflusst, schuf ein Gebäude von schlichter Eleganz und räumlicher Klarheit. Die Ausstattung wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach verändert. In den 1950er Jahren wurde die ursprüngliche Bemalung zugunsten eines hellen, moderneren Stils überstrichen. In den 1990er Jahren fand unter fachkundiger Leitung eine umfassende Restauration statt, bei der unter anderem die Chorarkaden wieder freigelegt und die Fensterrose geöffnet wurde. Die Innenausstattung zeigt heute eine ausgewogene Verbindung aus historischen Elementen und zeitgenössischen Ergänzungen.
Die Kirche ist durch ihre ruhige Lage und den klaren Baustil ein Ort der Besinnung und des Glaubens. Gäste berichten von der besonderen Atmosphäre im Inneren, die durch die klaren Linien, die erhaltenen Glasfenster und die restaurierten Fresken geprägt ist. Die Pfarrkirche ist nicht überlaufen und bietet Besucher*innen einen ruhigen Zugang zur sakralen Architektur. Sie ist vom Forbacher Bahnhof aus gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.