Kreisstadt Forst
Eigenschaften
Über Kreisstadt Forst
Die Kreisstadt Forst (Lausitz) im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße ist eine historisch gewachsene Stadt mit einer besonderen kulturellen und geografischen Lage. Sie liegt etwa 20 Kilometer östlich von Cottbus direkt an der Lausitzer Neiße, die hier als Grenzfluss zum polnischen Ufer verläuft. Der Name „Forst“ leitet sich vom altdeutschen Wort für Wald ab. Die Stadt ist neben Neukirch/Lausitz die einzige mit dem Namenszusatz „Lausitz“, was ihre enge Verbindung zur Region unterstreicht. Mit dem Amtstitel „Kreis- und Rosenstadt“ verbindet Forst administrative Funktionen mit einem besonderen kulturellen Schwerpunkt – den Ostdeutschen Rosengarten, der jährlich zur Saison eröffnet wird.
Geografisch gliedert sich Forst in mehrere Ortsteile und Wohnplätze, darunter Bohrau, Briesnig, Sacro, Jamno sowie die neuen Siedlungen wie Horno, die nach Umsiedlungen entstanden sind. Besonders erwähnenswert ist der Mühlgraben, ein künstlich angelegter Wasserlauf aus dem Mittelalter, der durch die Innenstadt fließt und heute ein markantes Element der Stadtlandschaft darstellt. Im Nordwesten erstreckt sich das Naturschutzgebiet Euloer Bruch, das Naturliebhabern und Wanderern einen attraktiven Ausflugsort bietet. Diese Nähe zur Natur macht Forst zu einem idealen Ziel für Besuche, die Erholung und Naturerlebnis im Vordergrund stehen haben.
Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück und ist eng mit der Entwicklung der Niederlausitz verknüpft. Bereits im Mittelalter entwickelte sich Forst zu einer bedeutenden Handelsstadt an wichtigen Verkehrsachsen. Im Laufe der Jahrhunderte prägten verschiedene Herrscherfamilien, darunter die Biebersteiner, die Stadtentwicklung. Auch die Reformation und der Dreißigjährige Krieg hinterließen ihre Spuren. Im 16. Jahrhundert wurde in der sorbischen Sprache gepredigt, und mehrere Bürgermeister trugen sorbische Namen, was die kulturelle Vielfalt der Region widerspiegelt. Die Wirtschaft der Stadt wurde unter anderem durch das Tuchmacherhandwerk geprägt, das bis ins frühe 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte.
Heute ist Forst eine moderne Kommunalverwaltung mit bürgernahen Dienstleistungen. Das Rathaus bietet verschiedene Sprechzeiten an, darunter auch jeden zweiten Samstag im Monat, was die Erreichbarkeit für Bürger erheblich verbessert. Besucher berichten von freundlichem Personal und schneller Bearbeitung von Anliegen. Besonders hervorgehoben wird die Kinderbetreuung im Bürgeramt, die Familien den Besuch erleichtert. Neben der Verwaltung bietet die Stadt kulturelle und soziale Angebote, darunter Veranstaltungen wie das alljährliche Stadtra deln oder der Forster Stadtpicknick. Auch das neu entstehende Museum für Textil- und Industriegeschichte unterstreicht den kulturellen Wandel der ehemaligen Industriestadt.