Ostdeutschen Rosengarten
Highlights
- Gegründet 1913 als Rosen- und Gartenbauausstellung mit 350.000 Besuchern – damals überlegen zu Konkurrenz in Breslau und Leipzig.
- Englischer Landschaftspark auf der Wehrinsel, Jugendstil-Rosenbeete und historisches Restaurant Rosenflair seit 1913 erhalten.
- 1993 rekonstruierter Haupteingang nach Originalplänen; 2013 restaurierte Kaskadenbrunnen und Wasserspiele nach Vorbild von 1913.
Tipps
- Der Park bietet einen rollstuhlgerechten Zugang sowie einen ebenen, barrierefreien Weg durch die historischen Gartenanlagen, der auch mit Kinderwagen befahrbar ist.
- Ein ausgewiesener Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Eingangs ermöglicht eine unkomplizierte Anreise mit dem Auto, wobei die Plätze ausreichend dimensioniert sind.
- Die historische Wehrinsel zeigt einen Landschaftsgarten im englischen Stil mit geschwungenen Wegen und aufgelockerten Baumgruppen, die als natürliche Szenerie gestaltet wurden.
Eigenschaften
Naturpark-Ausflug Rosengarten Forst (Lausitz)
Der Ostdeutsche Rosengarten in Forst (Lausitz) ist eine der bedeutendsten historischen Gartenanlagen der Region und ein lebendiges Zeugnis der Gartenkultur des frühen 20. Jahrhunderts. Ursprünglich als Rosen- und Gartenbauausstellung (RUGA) 1913 auf der Wehrinsel im Süden der Stadt angelegt, entwickelte sich der Park zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Lausitz. Die Ausstellung zog mit über 350.000 Besuchern große Aufmerksamkeit auf sich und galt als überlegen gegenüber vergleichbaren Veranstaltungen in Breslau und Leipzig.
Die Anlage gliedert sich in zwei charakteristische Bereiche: den Wehrinselpark, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens mit geschwungenen Wegen und aufgelockerten Baumgruppen gestaltet wurde, und das vorgelagerte Gelände mit geometrisch angelegten Rosenbeeten im Jugendstil. Ein zentrales Element war der Pergolenhof mit Löwenbrunnen, der bis heute als historisches Wahrzeichen erhalten ist. Das Begleitprogramm der Ausstellung umfasste nicht nur gastronomische Angebote wie Bierzelte und Restaurants, sondern auch spektakuläre Attraktionen wie eine „Afrikanerdorf“-Schau und sogar die Landung eines Zeppelins auf dem Gelände.
Nach der Ausstellung blieb der Rosengarten ein wichtiger kultureller Ort. In den 1920er-Jahren wurde er als „beliebtester Ausflugsort“ gefeiert, und in den folgenden Jahrzehnten entwickelte er sich zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort mit Konzerten, Theateraufführungen und Sportwettkämpfen. Besonders prägend war die Schillerbühne, die in den 1950er-Jahren neu gestaltet wurde, sowie das Rosenflair, das nach der Wende als Restaurant wiederhergestellt wurde. Seit 1988 wird jährlich eine Forster Rosenkönigin gewählt, die bis heute das kulturelle Flair des Parks unterstreicht.
Heute zählt der Ostdeutsche Rosengarten zu den bedeutendsten Gartenanlagen der Lausitz – neben den Pücklerschen Gärten in Branitz und Bad Muskau. Der Jugendstil-Rosenpark mit seinen farbenprächtigen Rosenbeeten, darunter auch seltene Sorten wie grüne oder „schwarze“ Rosen, ist das Herzstück der Anlage. Historische Wasserspiele und der rekonstruierte Kaskadenbrunn von 2013 ergänzen das idyllische Bild. Familienfreundlich ist der Spielplatz Dornröschenpark, der bei jungen Besuchern besonders beliebt ist.
Der Park bietet barrierefreie Zugänge und einen rollstuhlgerechten Parkplatz, was ihn zu einem inklusiven Ausflugsziel macht. Mit seiner einzigartigen Mischung aus historischer Gartenkunst, kulturellen Veranstaltungen und natürlicher Schönheit bleibt der Ostdeutsche Rosengarten ein faszinierendes Ziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.