Heckenlandschaft Braunshausen
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Heckenlandschaft Braunshausen umfasst 80,3 Hektar östlich von Braunshausen in Hallenberg.
- Es schützt einen Hecken-Grünland-Komplex, eine Wacholderheide und artenreiche Borstgrasrasen auf Silikatböden.
- Das Gebiet ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebiets Medebacher Bucht und beherbergt unter anderem Rebhuhn, Rotmilan und Waldeidechse.
Tipps
- Spaziergänge durch das Naturschutzgebiet bieten viel Abwechslung – von Heckenlandschaften bis zu Wacholderheiden.
- Im Herbst sind Fliegenpilze zu sehen, besonders in feuchteren Bereichen des Geländes.
- Ruhe und Beobachtungsmöglichkeiten für Vögel machen das Gebiet zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.
Eigenschaften
Über Heckenlandschaft Braunshausen
Die Heckenlandschaft Braunshausen liegt im Osten bis Nordosten von Braunshausen im Stadtgebiet von Hallenberg und erstreckt sich über eine Fläche von rund 80,3 Hektar. Das Gebiet wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebiets Medebacher Bucht. Es wird durch die Kreisstraße 54 teilweise durchschnitten und reicht im Osten bis zur Landesgrenze nach Hessen. Nördlich des Bereichs Lehmkaule befindet sich die sogenannte Braunshauser Heide, eine Wacholderheide, die früher bereits als eigenständiges Naturschutzgebiet galt.
Das Landschaftsbild des Naturschutzgebiets wird geprägt von extensiv genutztem Grünland mit artenreichen Mähwiesen, Magerwiesen und Feuchtgrünlandflächen. Innerhalb der Landschaft finden sich zudem Hecken, Einzelbüsche, dichte Gebüschkomplexe sowie vereinzelte Baumgruppen, vorwiegend aus Dornsträuchern wie Schwarzdorn. Im Norden des Gebiets entwickelte sich auf ehemals extensiv beweideten Flächen eine Wacholderheide, die heute durch fehlende Beweidung zunehmend verbuscht. Nördlich des Bereichs Hamelskrippe befindet sich zudem eine Ginsterheide. Mehrere Quellen und feuchte Mulden tragen zur strukturellen Vielfalt bei.
Die Heckenlandschaft beherbergt eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Brutvogelarten wie Amsel, Rotmilan, Neuntöter, Rebhuhn und Waldeidechse nutzen das Gebiet. Pflanzlich dominieren unter anderem Arten der Borstgrasrasen und Halbtrockenrasen, darunter verschiedene Lichtblättrige und Sommergrüne Pflanzenarten. Typische Vertreter sind unter anderem Echtes Mädesüß, Gewöhnlicher Blutweiderich, Echte Kamille sowie verschiedene Arten von Fuchsschwanzgräsern und Labkräutern. Die Flächen weisen zudem Elemente trockenwarmer und lichtbedürftiger Lebensräume auf, was die besondere ökologische Bedeutung des Gebiets unterstreicht.
Ein Schwerpunkt des Naturschutzes liegt auf der Erhaltung des Hecken-Grünland-Komplexes sowie der Wacholderheide als Relikt einer historischen Kulturlandschaft. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu sichern, die durch extensive Beweidung und Pflegemaßnahmen langfristig erhalten werden soll. Die Flächen sind in das ökologische Netzwerk „Natura 2000“ eingebunden und dienen sowohl dem Schutz gefährdeter Arten als auch der Erhaltung landschaftlicher Eigenarten. Die Heckenlandschaft Braunshausen bietet damit einen wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten und trägt zur biologischen Vielfalt im Hochsauerlandkreis bei.