Denkmal/Gedenkstätte

Skulptur zu Kleist (Wieland Förster, 1977)

Große Oderstraße 27, 15232 Frankfurt (Oder)

Highlights

  • Wieland Försters Skulptur ‚Kein Ort.‘ (1977) ehrt Heinrich von Kleist in Frankfurt (Oder) als Auftragswerk der DDR-Kunstszene.
  • Die Skulptur gehört zur Sammlung der Artothek Frankfurt (Oder), die Werke der ehemaligen DDR-Behörden für Bildkunst bewahrt.
  • Försters Werk zeigt Kleist als Symbolfigur der literarischen Avantgarde in der Stadt an der Oder.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Skulptur zu Kleist (Wieland Förster) Frankfurt (Oder) Kultur-Denkmal

Die Skulptur zu Kleist von Wieland Förster aus dem Jahr 1977 ist ein bedeutendes Kunstwerk in Frankfurt (Oder), das dem Schriftsteller Heinrich von Kleist gewidmet ist. Die Arbeit gehört zu den Auftragsprojekten der Stadt aus der DDR-Zeit und spiegelt die Verbindung zwischen Literatur und bildender Kunst wider. Förster schuf mit dieser Skulptur ein Denkmal, das Kleists Werk und sein Erbe in der Region ehrt – ein Beispiel für die künstlerische Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte und Kultur.

Die Skulptur steht als Zeugnis der DDR-Kunstszene in Frankfurt (Oder) und verweist auf die Rolle der Stadt als kulturelles Zentrum im Osten Deutschlands. Wieland Förster, ein bedeutender Bildhauer der Epoche, arbeitete eng mit staatlichen Institutionen zusammen, die Kunstaufträge für öffentliche Räume vergeben haben. Die Skulptur ist somit nicht nur ein künstlerisches Statement, sondern auch ein Dokument der Auftragskultur und des künstlerischen Schaffens in der Region während der DDR-Zeit.

Die Skulptur zu Kleist ist Teil eines größeren Netzwerks künstlerischer Werke, die Frankfurt (Oder) prägten. Die Stadt- und Regionalbibliothek zeigt regelmäßig Ausstellungen, die solche Werke in den Kontext historischer und künstlerischer Entwicklungen stellen – etwa durch die Artothek Frankfurt (Oder), die Werke aus dem Bestand des ehemaligen Baustabs für Bildkunst und Denkmalpflege bewahrt. Die Sammlung bietet Einblicke in die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern, die in der DDR aktiv waren und deren Werke heute als kulturelles Erbe gelten.

Besonders interessant ist die Skulptur im Kontext der literarischen Tradition Frankfurts. Heinrich von Kleist, dessen Werk eng mit der Region verbunden ist, wurde durch Försters Arbeit in eine visuelle Erzählung eingebettet. Die Skulptur lädt dazu ein, die Verbindung zwischen Literatur und bildender Kunst zu erkunden – ein Thema, das auch in aktuellen Ausstellungen der Bibliothek aufgegriffen wird. Sie steht damit für die lebendige kulturelle Auseinandersetzung mit dem Erbe der Stadt.

Für Kulturinteressierte ist die Skulptur ein lohnenswertes Ziel, um die künstlerische Landschaft Frankfurts zu verstehen. Sie verweist auf die Bedeutung von Auftragskunst in der DDR und zeigt, wie Kunstwerke öffentliche Räume gestalten. Die Skulptur zu Kleist bleibt somit nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Stück lebendiger Stadtgeschichte – ein Beweis dafür, wie Kunst und Literatur in Frankfurt (Oder) eng miteinander verwoben sind.

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