Denkmal/Gedenkstätte

Skulptur >Phoenix< von Roland Rother

Logenstraße 2, 15299 Frankfurt (Oder)

Highlights

  • Die Phoenix-Skulptur von Roland Rother in Frankfurt (Oder) gehört zur Sammlung der Artothek und dokumentiert DDR-Kunstaufträge der Stadt.
  • Rothers Werk ist Teil der Bestände des ehemaligen Baustabs für Bildkunst, die DDR-künstlerische Schwerpunkte der Region zeigen.
  • Die Skulptur thematisiert symbolisch den Neuanfang – typisch für Rothers Auseinandersetzung mit Mythen und gesellschaftlichen Umbrüchen.

Tipps

  • Die Skulptur ‚Phoenix‘ befindet sich in einem öffentlich zugänglichen Parkbereich mit klar markierten Wegen, die eine einfache Orientierung ermöglichen.
  • Ein Informationsschild am Standort bietet Hintergrundinformationen zur Symbolik und Entstehungsgeschichte der Skulptur sowie zum Künstler Roland Rother.
  • Die Umgebung der Skulptur lädt zu kurzen Spaziergängen ein, die den Blick auf die Oder und die Stadt skizzieren sowie die Verbindung zur lokalen Kunstszene verdeutlichen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Phoenix-Skulptur Roland Rother Frankfurt (Oder) Kulturdenkmal

Die Skulptur *„Phoenix“* des Künstlers Roland Rother zählt zu den markanten Kunstwerken in Frankfurt (Oder) und verkörpert symbolträchtig die Themen Wiedergeburt und Transformation. Als Teil des öffentlichen Kunstschaffens der Stadt verbindet die Bronzefigur den mythischen Vogel des Wiederaufstehens mit einer modernen Lesart, die sich an die kulturelle und historische Identität der Region anlehnt. Roland Rother, dessen Werk sich durch expressiven Stil und gesellschaftskritische Untertöne auszeichnet, schuf mit dem *„Phoenix“* ein Statement, das über die reine Form hinausgeht – es lädt Besucher:innen ein, über Zyklen von Zerstörung und Neuanfang nachzudenken.

Der Standort der Skulptur liegt in einem Bereich, der sich durch seine Verbindung zur Kunst- und Kulturgeschichte Frankfurts (Oder) auszeichnet. Die Figur ist nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern auch ein Zeugnis der künstlerischen Aufträge, die die Stadt in der Vergangenheit an lokale und überregionale Künstler:innen vergab. Besonders in der Zeit der DDR spielte Frankfurt (Oder) als kulturelles Zentrum eine bedeutende Rolle, und Werke wie der *„Phoenix“* spiegeln diese Epoche wider – etwa durch die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem ehemaligen *„Baustab für Bildkunst und Denkmalpflege“*, dessen Bestände heute in der städtischen Artothek bewahrt werden.

Die Symbolik des Phoenix passt thematisch zu den Diskussionen über Identität und Wandel, die in Frankfurt (Oder) seit jeher geführt werden. Die Stadt an der Oder, die zwischen Deutschland und Polen liegt, verkörpert selbst eine Grenzregion mit wechselvollen historischen Schichten. Die Skulptur steht somit auch für die Resilienz einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet – sei es durch politische Umbrüche oder kulturelle Impulse. Wer die Skulptur betrachtet, nimmt nicht nur eine künstlerische Aussage wahr, sondern auch die Spur einer Stadt, die sich als Ort der Begegnung und des Austauschs versteht.

Besonders interessant ist der *„Phoenix“* im Kontext der lokalen Kunstszene, die sich seit Jahrzehnten mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Roland Rothers Werk gehört zu denjenigen, die in Ausstellungen wie der *„Artothek Frankfurt (Oder)“* präsentiert werden, die sich mit der Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in der DDR-Kunstszene befassen. Die Sammlung der Artothek bewahrt nicht nur Werke, sondern auch die Geschichte des künstlerischen Schaffens in der Region – und zeigt, wie Kunst als Medium des Ausdrucks und der Erinnerung fungiert. Der *„Phoenix“* bleibt damit ein stummer Zeuge dieser Dynamik, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

Für Kulturinteressierte und Kunstliebhaber:innen ist die Skulptur ein lohnenswerter Stopp auf einem Spaziergang durch Frankfurt (Oder). Sie verbindet handwerkliche Meisterschaft mit symbolischer Tiefe und bietet einen Einblick in die künstlerische Landschaft einer Stadt, die sich zwischen Tradition und Moderne bewegt. Wer die Skulptur besucht, erlebt nicht nur ein Werk, sondern ein Stück lebendiger Stadtgeschichte – ein Symbol dafür, dass aus Asche immer wieder Neues entsteht.

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