Wollheim-Memorial
Highlights
- Das Wollheim-Memorial erinnert in Frankfurt am Main an die Opfer des KZ Buna/Monowitz und die Geschichte der NS-Zwangsarbeit.
- Die Gedenkstätte zeigt Porträts ehemaliger Häftlinge und ein Zitat von Norbert Wollheim: „Wir sind gerettet, aber wir sind nicht befreit.“
- Überlebende berichten in 24 Video-Interviews über Deportation, Lagerhaft und ihr Leben nach dem Holocaust.
Tipps
- Das Wollheim-Memorial befindet sich am Norbert-Wollheim-Platz im Frankfurter Westend, nahe der Goethe-Universität.
- Im Pavillon zeigen Bildschirme Dokumentationen und Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz.
- Ein Besuch lohnt sich in Verbindung mit dem I.G.-Farben-Gebäude, das nur wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Museum Wollheim-Memorial Frankfurt am Main
Das Wollheim-Memorial in Frankfurt am Main ist eine zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, insbesondere der Zwangsarbeit im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Benannt ist es nach Norbert Wollheim, einem Überlebenden des Lagers und ehemaligen Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland, der selbst für die I.G. Farben gezwungen wurde zu arbeiten. Die Gedenkstätte wurde 2008 am heutigen Norbert-Wollheim-Platz im Westend der Stadt eröffnet und erinnert eindrücklich an die Geschichte der jüdischen Zwangsarbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen für das nationalsozialistische Unternehmen I.G. Farben schuften mussten.
Das Memorial besteht aus einem kleinen Pavillon sowie 13 Bildtafeln mit Porträts ehemaliger Häftlinge des Lagers. Die Fotografien zeigen die jungen Menschen vor ihrer Deportation und zeugen von ihren zerstörten Lebenswelten. Über dem Eingang des Pavillons ist die Häftlingsnummer von Norbert Wollheim angebracht. Im Inneren finden Besucher eine Wandinschrift mit seinem berühmten Zitat: „Wir sind gerettet, aber wir sind nicht befreit.“ Zwei interaktive Bildschirme bieten ergänzende Informationen zu den Themen Zwangsarbeit, die Geschichte von I.G. Farben, die NS-Verfolgung sowie die anschließenden Entschädigungsverfahren. Besonders eindrucksvoll sind die 24 Video-Interviews mit Überlebenden, in denen diese ihre Kindheit, die Deportation, die Haft und ihr Leben nach 1945 schildern.
Der Standort des Memorials am ehemaligen Gelände der I.G. Farben-Hauptverwaltung unterstreicht die historische Verbindung zur NS-Vergangenheit des Unternehmens. Heute beherbergen die umliegenden Gebäude die geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultäten der Goethe-Universität. Die Nähe zum I.G. Farben-Gebäude macht einen Besuch beider Orte besonders lohnenswert, da sie den Besucher direkt mit der Geschichte konfrontiert. Das Memorial verbindet Gedenken mit Bildung und lädt dazu ein, sich mit den Themen Nationalsozialismus, Zwangsarbeit und Holocaust auseinanderzusetzen. Es richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Gruppen, die an einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit dieser Zeitgeschichte interessiert sind.
Das Wollheim-Memorial ist nicht nur ein Ort des Erinnerns, sondern auch ein Raum des politisch-historischen Lernens. Es thematisiert die Verantwortung der deutschen Wirtschaft während der NS-Zeit sowie die langwierigen Prozesse der Entschädigung und Aufarbeitung nach 1945. Die Darstellung der Überlebendenberichte im Zentrum der Ausstellung unterstreicht die persönliche Dimension der historischen Ereignisse und macht die Gedenkstätte zu einem lebendigen Zeugnis der Vergangenheit. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,3 von 5 Sternen bei zahlreichen Besucherbewertungen zählt das Memorial zu den bedeutenden Kultur- und Bildungsorten in Frankfurt am Main.
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Häufige Fragen zu Wollheim-Memorial
Wofür steht das Wollheim-Memorial in Frankfurt am Main?
Quelle: wikipedia
Wer war Norbert Wollheim, nach dem die Gedenkstätte benannt ist?
Quelle: wikipedia
Welche Elemente gehören zum Wollheim-Memorial?
Quelle: wikipedia
Was kann man in den Interviews der Überlebenden erfahren?
Quelle: website