Museum

Gedenktafel Marcel Reich-Ranicki

Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt am Main

Highlights

  • 1958 siedelte er in die Bundesrepublik über und arbeitete zunächst bei „Die Zeit“, später bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
  • Er moderierte von 1988 bis 2001 die Literatursendung „Das Literarische Quartett“ und galt öffentlich als „Literaturpapst“.

Tipps

  • Gedenktafel im Stadtzentrum nahe Römerberg besuchen, um historische Kontexte direkt vor Ort zu erfahren.
  • Eintritt frei – spontane Besuche ermöglichen, da keine Öffnungszeiten angegeben sind.
  • Literaturinteressierte finden in der Nähe Buchhandlungen und Cafés zur vertieften Auseinandersetzung mit Reich-Ranickis Werk.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Gedenktafel Marcel Reich-Ranicki Frankfurt am Main Kultur Ausflug Museum

Die Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki in Frankfurt am Main erinnert an eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsliteratur. Marcel Reich-Ranicki, ursprünglich als Marceli Reich in Włocławek geboren, wurde zu einem der bedeutendsten Literaturkritiker der deutschsprachigen Welt. Sein Leben war geprägt von der Flucht aus dem Warschauer Ghetto, dem Überleben des Holocaust und der späteren Einbürgerung in der Bundesrepublik Deutschland. In Frankfurt fand er nicht nur seine letzte Lebensstation, sondern auch den Ort, an dem sein literarisches Erbe weiterlebt.

Nach seiner Übersiedlung ins heutige Bundesland Berlin im Jahr 1958 etablierte sich Reich-Ranicki rasch als führende Stimme in der deutschen Literaturkritik. Er arbeitete zunächst für die Wochenzeitung Die Zeit und später für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine scharfsinnigen Bewertungen und sein unverblümter Stil machten ihn zum „Literaturpapst“, wie er in der Öffentlichkeit scherzhaft genannt wurde. Seine Rolle in der Gruppe 47 sowie als Initiator und Moderator der Sendung Das Literarische Quartett trugen maßgeblich zur kulturellen Debattenkultur in Deutschland bei.

Die Gedenktafel in Frankfurt würdigt nicht nur Reich-Ranickis literarische Verdienste, sondern auch seinen persönlichen Weg – von der Kindheit in Polen, über die Jugend in Berlin bis hin zu seiner Zeit als Publizist in Frankfurt. Seine Autobiografie Mein Leben brachte ihn einem breiten Publikum näher und wurde zu einem Bestseller. Die Erinnerung an ihn ist eng mit der geistigen Tradition Frankfurts verbunden, einer Stadt, die als Zentrum der deutschen Aufklärung und Demokratiegeschichte steht – nicht zuletzt durch Orte wie die Paulskirche, die als Wiege der deutschen Demokratie gilt.

Als Besucher der Gedenktafel kann man sich dem kulturellen Erbe Frankfurts und der Bedeutung der Literatur im 20. Jahrhundert nähern. Die Tafel erinnert daran, wie sehr Marcel Reich-Ranicki mit seinem kritischen Geist und seiner Leidenschaft für Literatur die deutsche Kulturgeschichte geprägt hat. In unmittelbarer Nähe zu historischen Orten wie der Paulskirche wird seine Rolle als Brücke zwischen Literatur, Geschichte und Gesellschaft sichtbar – ein bleibender Teil der kulturellen Identität der Stadt.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Gedenktafel Marcel Reich-Ranicki

Wo befindet sich die Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki in Frankfurt am Main?
Die Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki befindet sich an der Frankfurter Paulskirche. {Stand Juni 2026.}

Quelle: website

Wer war Marcel Reich-Ranicki?
Marcel Reich-Ranicki war ein einflussreicher deutsch-polnischer Literaturkritiker, Überlebender des Warschauer Ghettos und Moderator der Literatursendung 'Das Literarische Quartett'. {Stand Juni 2026.}

Quelle: wikipedia

Wann und wo wurde Marcel Reich-Ranicki geboren?
Marcel Reich-Ranicki wurde am 2. Juni 1920 in Włocławek (Polen) als Marceli Reich geboren. {Stand Juni 2026.}

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hatte Marcel Reich-Ranicki für die deutsche Literatur?
Er galt als maßgeblicher Kritiker der Gruppe 47, war Sprecher der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und Initiator von 'Das Literarische Quartett'. {Stand Juni 2026.}

Quelle: wikipedia