basis projektraum
Highlights
- Basis Projektraum Frankfurt nutzt das historische Gebäude *Gutleutstraße 8–12*, einst Nobelhotel *Silvana* (1907), für zeitgenössische Kunstprojekte mit Fokus auf Partizipation und Archivarbeit.
- Im *Leseraum* zeigt ‚on display‘ monatlich Videoarbeiten junger Künstler:innen – ein Format für vertiefte Auseinandersetzung mit bewegten Bildern.
- Keramikwerkstätten und partizipative Workshops (z. B. mit *Black Archive Germany*) ergänzen das Programm des 1941 für Deportationen genutzten Gebäudes als Ort kritischer Kunstpraxis.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
- Die wechselvolle Geschichte des Gebäudes wird in Ausstellungen thematisiert und bietet Einblicke in historische Zusammenhänge.
- Der Leseraum präsentiert monatlich aktuelle Videoarbeiten junger Künstler:innen und lädt zum intensiven Verweilen ein.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Galerie Basis Projektraum Frankfurt
Der basis projektraum in Frankfurt am Main ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst und partizipativen Kultur, der sich als offener Raum für künstlerische Experimentierfelder und gesellschaftliche Diskurse etabliert hat. Eingebettet in das historisch bedeutungsvolle Gebäude an der Gutleutstraße, das einst als Nobelhotel *Silvana* diente, trägt der Projektraum die Spuren einer bewegten Vergangenheit. Das Gebäude war in den 1920er-Jahren wechselnden Eigentümer:innen verbunden und steht heute symbolisch für die Erinnerung an die ersten Deportationen jüdischer Menschen aus Frankfurt im Jahr 1941 – ein Thema, das sich immer wieder in den Ausstellungen und Programmen widerspiegelt.
Der basis projektraum verbindet historische Verantwortung mit innovativer Kunstpraxis. Das Programm reicht von Ausstellungen über partizipative Workshops bis hin zu Lesungen und Präsentationen junger Künstler:innen. Besonders bemerkenswert ist der Leseraum, der monatlich aktuelle Videoarbeiten junger Positionen zeigt und so eine Plattform für bewegte Bilder und neue Erzählformen bietet. Themen wie Fortschrittskritik, Geschlechtergeschichte oder partizipative Archivarbeit werden hier auf vielfältige Weise aufgegriffen – etwa durch Ausstellungen wie *„Eine Geschichte der Frauen in 100 Objekten“* oder Workshops mit Initiativen wie der *jour fixe initiative*.
Neben der Ausstellungstätigkeit bietet der Projektraum mit seinen Ateliers und Werkstätten auch Raum für praktisches Schaffen. Eine spezielle Keramikwerkstatt steht Nutzer:innen zur Verfügung, um anspruchsvolle Projekte umzusetzen, die über die Möglichkeiten der Studios hinausgehen. Zudem fördert der Raum kollaborative Formate, wie den partizipativen Workshop mit Black Archive Germany, der gesellschaftliche Erinnerungskultur und künstlerische Praxis verbindet. Solche Formate zeigen, wie der basis projektraum als Ort der Begegnung fungiert – zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen etablierten und neuen künstlerischen Stimmen.
Mit seinem vielschichtigen Programm positioniert sich der basis projektraum als wichtiger Knotenpunkt der frankfurter Kunstszene. Er lädt dazu ein, sich intensiv mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen, sei es durch kontemplative Ausstellungen, interaktive Workshops oder die Entdeckung weniger bekannter Künstler:innen. Besonders die Verbindung von historischer Aufarbeitung und zeitgenössischer Kunst macht den Ort zu einem einzigartigen Ort des Verweilens und der Reflexion – ein Ort, der zum Mitdenken und Mitgestalten einlädt.
Ob als Besucher:in, Künstler:in oder Teilnehmende:r – der basis projektraum bietet Raum für unterschiedliche Perspektiven und schafft so einen lebendigen Austausch über Kunst, Gesellschaft und Geschichte. Sein Programm ist dabei stets offen für neue Impulse, was ihn zu einem dynamischen Gegenentwurf zur statischen Museumslandschaft macht. Hier wird Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt und mitgestaltet.