Museum

Goldener Apfel

An d. Staufenmauer 11, 60549 Frankfurt am Main

Highlights

  • Der ‚Goldene Apfel‘ zeigt in der Judengasse originale jüdische Kultgegenstände aus dem 17.–19. Jahrhundert in einem historischen Gewölbekeller.
  • Die Ausstellung präsentiert Alltagsobjekte jüdischer Frankfurter aus der Zeit des ältesten Ghettos Europas, gegründet 1462.
  • Im Museum Judengasse wird der ‚Goldene Apfel‘ als Teil der Dauerausstellung zu 800 Jahren jüdischem Leben in Frankfurt gezeigt.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in beide Museumsteile.
  • Die Dauerausstellung im Rothschildpalais thematisiert jüdisches Leben in Frankfurt mit Fokus auf historische Kontinuitäten und Brüche.
  • Kinder können an interaktiven Hands-On-Stationen selbstständig archäologische Funde im Museum Judengasse erkunden und nachspüren.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Goldener Apfel Frankfurt: Kultur & Museum

Der Goldene Apfel ist eine der faszinierendsten Ausstellungen im Jüdischen Museum Frankfurt und befindet sich in einem historischen Gewölbekeller der ehemaligen Judengasse. Diese Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in das jüdische Leben im mittelalterlichen Frankfurt, das hier seit dem 12. Jahrhundert blühte. Die Judengasse, das älteste jüdische Ghetto Europas, war einst ein Zentrum jüdischen Handels, Glaubens und Kultur – und der Goldene Apfel verkörpert symbolisch die Bedeutung dieser Epoche.

Der Name „Goldener Apfel“ bezieht sich auf ein traditionelles Symbol der jüdischen Kultur, das in der Ausstellung durch originale Gegenstände und Rekonstruktionen lebendig wird. Hier sind nicht nur religiöse Artefakte wie Gebetsriemen (Tefillin) oder Schabbat-Lichter zu sehen, sondern auch Alltagsgegenstände, die das Leben in der Judengasse widerspiegeln. Besonders beeindruckend sind die Ausgrabungsfunde aus den 1980er-Jahren, die bei Bauarbeiten am Börneplatz entdeckt wurden und heute unter dem Museum liegen. Diese Funde zeigen, wie dicht das jüdische Leben an der mittelalterlichen Stadtmauer war.

Die Ausstellung verbindet archäologische Funde mit historischen Dokumenten und interaktiven Elementen, die Besucher:innen zum Mitdenken anregen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Alltag der Menschen, die hier lebten – von Handwerkern über Händler bis hin zu Gelehrten. Die Präsentation ist bewusst barrierefrei gestaltet, mit Hörstationen und einem Mediaguide, der die Geschichte multimedial erlebbar macht. So wird der Goldene Apfel nicht nur zu einem Museum, sondern zu einer Zeitreise in die Vergangenheit Frankfurts.

Direkt nebenan liegt das Museum Judengasse, das die Geschichte des Ghettos seit seiner Gründung im 15. Jahrhundert vertieft. Beide Häuser bilden zusammen ein einzigartiges kulturelles Erbe, das die Bedeutung Frankfurts als jüdisches Zentrum Europas unterstreicht. Wer sich für jüdische Geschichte, mittelalterliche Architektur oder archäologische Entdeckungen interessiert, findet hier eine unvergessliche Erfahrung – eingebettet in die lebendige Kulturlandschaft am Mainufer.

Der Goldene Apfel ist damit mehr als nur eine Ausstellung: Er ist ein Stück lebendiger Geschichte, das die Kontinuität und Vielfalt jüdischen Lebens in Frankfurt seit Jahrhunderten sichtbar macht. Ob als Teil einer Führung, bei einer selbstständigen Entdeckung oder im Rahmen eines Stadtrundgangs – die Ausstellung lädt dazu ein, die Vergangenheit neu zu erleben und die Bedeutung dieser Stätte für die Frankfurter Identität zu verstehen.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…