Irma Regine Meyer
Highlights
- In Neu-Isenburg wurden Stolpersteine verlegt, um an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.
- Das Projekt wurde vom Künstler Gunter Demnig initiiert und ist Teil einer europäischen Gedenkaktion.
- Die Recherchen dazu erfolgten in Kooperation mit der Stadt und der Pappenheim-Initiative.
Tipps
- Stolpersteine sind in der Öffentlichkeit verlegt und können einzeln gefunden werden.
- Recherchen zu den Personen hinter den Stolpersteinen sind im Stadtarchiv möglich.
- Führung durch die Stolperstein-Initiative nur nach vorheriger Anfrage.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Irma Regine Meyer in Neu-Isenburg entdecken
Der Gedenkort Irma Regine Meyer in Neu-Isenburg erinnert eindrucksvoll an eine Einzelschicksalsgeschichte im Kontext der Opfer des Nationalsozialismus. Als Teil des internationalen Kunstprojekts „Stolpersteine“ von Gunter Demnig wurde dieser besondere Gedenkstein verlegt, um das Gedenken an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt zu bewahren und sichtbar zu machen. Die Stolpersteine sind kleine, messingene Plättchen, die in den Gehweg eingelassen sind und mit dem Namen sowie Lebensdaten der Opfer des Holocaust versehen sind. Sie laden dazu ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte vor Ort auseinanderzusetzen.
Irma Regine Meyer ist eine der Personen, deren Name auf einem dieser Stolpersteine verewigt wurde. Sie gehörte einst zur jüdischen Gemeinde in Neu-Isenburg und wurde im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik deportiert. Die genaue Lebensgeschichte von Irma Regine Meyer wird durch Forschungsarbeit lokaler Initiativen dokumentiert, die sich intensiv mit der regionalen Erinnerungskultur beschäftigen. Die Verlegung ihres Stolpersteins ist Teil einer breiteren Initiative, die Gedenksteine als Mahnmal gegen das Vergessen und für die Würdigung der Opfer des Nationalsozialismus versteht.
Die Stadt Neu-Isenburg hat sich seit den frühen 2000er Jahren aktiv an der Stolperstein-Initiative beteiligt. Mehrere Verlegungen fanden statt, darunter auch eine, bei der unter anderem zwölf Stolpersteine für Holocaust-Überlebende eingesetzt wurden. Die Recherchen dazu wurden von engagierten Initiativen und lokalen Historikern durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim sowie dem Magistrat der Stadt entstand ein umfassendes Bild der jüdischen Geschichte in Neu-Isenburg, das bis heute weitergeführt wird.
Der Stolperstein für Irma Regine Meyer ist somit nicht nur ein künstlerisches Werk, sondern auch ein historisches Dokument. Er steht stellvertretend für viele Schicksale, die in der Zeit des Nationalsozialismus unwiederbringlich verloren gingen. Die Initiative „Stolpersteine“ verfolgt das Ziel, die Erinnerung an diese Menschen wachzuhalten und ihre Namen und Geschichten nicht in Vergessenheit gerinnen zu lassen. In Neu-Isenburg sind diese Gedenksteine an verschiedenen öffentlichen Orten zu finden und laden dazu ein, sich mit der Geschichte der Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auseinanderzusetzen.
Der Gedenkort Irma Regine Meyer ist somit ein Ort der Erinnerung, der Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gibt, stillzustehen, nachzudenken und sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Als kultureller und historischer POI in Neu-Isenburg trägt er dazu bei, das kollektive Gedächtnis zu stärken und die Bedeutung von Toleranz, Menschlichkeit und Respekt in der heutigen Zeit zu verdeutlichen.