Denkmal/Gedenkstätte

ERFT-HAUS

50999 Köln

Highlights

  • Das um 1905 errichtete Erft-Haus in Köln ist ein Baudenkmal mit einer Fassadengestaltung im Jugendstil.
  • Das Objekt umfasst Altbauwohnungen, Ladenlokale sowie loftartige Büroflächen mit Sichtbeton und Stahlfenstern.
  • Die Gebäudegruppe verbindet Jugendstil-Architektur mit einem industriellen Backsteinkomplex aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Tipps

  • Die gute Anbindung an den öffentlichen Fern- und Nahverkehr ermöglicht eine einfache Anreise über fußläufige U-Bahn-Stationen und Bahnhöfe.
  • Die Architektur des Gebäudes bietet Einblicke in den Jugendstil sowie in die Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur- und Denkmal-Ausflug zum Erft-Haus in Köln

Das ERFT-HAUS in Köln ist ein bedeutendes Baudenkmal, das als integraler Bestandteil einer in der Stadt einzigartigen Wohnhausgruppe des Jugendstils gilt. Das um das frühe 20. Jahrhundert errichtete Gebäude bildet als Doppelhaus den Mittelteil einer Gruppe aus Wohn- und Geschäftshäusern, zu der straßenseitig zwei weitere Gebäude sowie ein rückwärtiger Gewerbebau gehören. Die gesamte Gebäudegruppe wird durch eine einheitliche Fassadengestaltung im Jugendstil architektonisch zusammengehalten.

Besonders hervorzuheben ist die Gestaltung des Vorderhauses, in dem sich heute Ladenlokale und Altbauwohnungen befinden. Über der mittleren Einfahrt zum Hinterhaus entfaltet sich eine prächtige Jugendstil-Fassade, die durch Sandstein, Stuck-Ornamenten und gekachelten Kanten an den Erkern besticht. Das sanierten Hinterhaus im ruhigen Hinterhof beherbergt loftartige, lichtdurchflutete Büroflächen, die durch Sichtbeton, hohe Decken und riesige Stahlfenster geprägt sind.

Neben dem Wohncharakter dient das Objekt auch als Zeugnis der Industriearchitektur. Es grenzt an einen zur gleichen Zeit errichteten industriellen Gebäudekomplex aus Backstein, dessen Inneres auf Stahlbetonstützen ruht. Das Ensemble ist Teil der Kölner Neustadt, die als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert gilt und von Hermann Joseph Stübben geplant wurde. Das Gebäude liegt im sogenannten „Gerichtsviertel“ zwischen der Neusser und der Riehler Straße, einem gutbürgerlichen Wohnviertel.

Die Umgebung bietet eine hervorragende Infrastruktur. Die Neusser Straße dient als zentrale Geschäftsstraße des Viertels mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Für die Erholung stehen die grünen Oasen des Agnesviertels, wie der Flora-Park und der Rosengarten im Fort X, zur Verfügung. Sportbegeisterte können zudem das Sportzentrum Lentpark mit seinem Schwimmbad und Wasserpark nutzen. Die Anbindung an den öffentlichen Fern- und Nahverkehr ist durch fußläufig erreichbare Bahnhöfe und U-Bahn-Stationen sehr gut ausgebaut.

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