Neuapostolische Kirche Köln-Süd
Highlights
- Die Neuapostolische Kirche Köln-Süd (Lindenthal) wurde 1904 in der Kölner Südstadt gegründet und ist seit 2012 Teil der fusionierten Gemeinde mit Raderberg.
- Seit 2023 können in Köln auch Frauen in geistliche Ämter ordiniert werden – eine historische Entwicklung der Neuapostolischen Kirche.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht einen ungehinderten Betreten des Kirchengebäudes.
- Ein behindertengerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe zur Versammlungsstätte zur Verfügung.
- Die öffentlichen Toiletten sind mit rollstuhlgerechten Einrichtungen ausgestattet und für alle Besucher zugänglich.
Eigenschaften
Neuapostolische Kirche Köln-Süd Lindenthal: Sakrale Kultur
Die Neuapostolische Kirche Köln-Süd in Lindenthal ist ein bedeutender sakraler Ort mit einer bewegten Geschichte, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Ihre Wurzeln gehen auf die Arbeit des Bezirksapostels August Hölzel zurück, der bereits 1894 während seiner Burschenwanderschaft den Glauben an das wiederhergestellte Apostelamt in der Region verbreitete. Trotz knapper finanzieller Mittel sorgte er bald für eine öffentliche Versammlungsstätte, die 1901 als erste käuflich erworbene Kirche im Rheinland geweiht wurde. Dieser Ort wurde zum Zentrum für Gemeindemitglieder aus dem linksrheinischen Kölner Raum und prägte die spirituelle Landschaft der Region nachhaltig.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Entwicklung der Neuapostolischen Gemeinschaft in Köln verbunden. 1923 wurde unter Bezirksältester Heinrich Achenbach der Ältestenbezirk Köln gegründet, der zunächst neun Gemeinden umfasste. Doch der Zweite Weltkrieg hinterließ auch hier Spuren: Viele Versammlungsstätten wurden zerstört, und die Leitung übernahm zeitweise Bezirksältester Gustav Mankel aus Iserlohn. Erst nach dem Krieg begann ein langsamer Wiederaufbau, der 1968 mit der Ernennung von Bischof Hans Zier eine neue Phase einleitete. Seine Amtszeit prägte die Kirche bis zu seinem Ruhestand 1989, gefolgt von einer Reihe weiterer Bezirksältester, die die Gemeinde bis heute leiten.
Ein besonderer Meilenstein war die Fusion der Gemeinden Köln-Lindenthal und Köln-Raderberg, aus der die heutige Kirche hervorging. Während die Ursprünge in der Kölner Südstadt bereits 1904 liegen, entstand 1921 die erste eigene Kirche in der Dürener Straße. Nach ihrer Zerstörung im Krieg wurde 1924 in Raderberg ein neuer Gottesdienstraum eingerichtet, bevor 1989 die heutige Kirche in der Birresborner Straße ihren Betrieb aufnahm. Diese moderne Versammlungsstätte bietet barrierefreien Zugang – sowohl für den Eingang als auch für den Parkplatz – und ist ein Zeichen der Offenheit der Gemeinde.
Die Neuapostolische Kirche Köln-Süd steht für Tradition und Moderne zugleich. Seit 2023 dürfen auch Frauen in geistliche Ämter ordiniert werden, ein Schritt, der die Kirche weiter öffnet. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,7 Sterne spiegeln die positiven Rückmeldungen die lebendige Gemeinschaft wider. Ob als historischer Ort des Glaubens oder als Ort der Begegnung – die Kirche in Lindenthal lädt Besucher ein, die Vielfalt der Neuapostolischen Kirche zu erleben und ihre spirituelle Bedeutung für die Region zu verstehen.
Für Kultur- und Glaubensinteressierte bietet die Kirche nicht nur architektonisch ansprechende Räume, sondern auch ein lebendiges Gemeindeleben. Die Nähe zu Lindenthal und Raderberg macht sie zu einem zentralen Anlaufpunkt für alle, die mehr über die Neuapostolische Tradition erfahren möchten – von der historischen Gründung bis hin zu aktuellen Entwicklungen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sakrale Geschichte und gegenwärtiges Gemeindeleben verbinden wollen.