Denkmal/Gedenkstätte

Robert Grumbach

79095 Straßenbauamt

Highlights

  • Robert Grumbach wurde 1875 in Freiburg geboren und studierte Jurisprudenz in Berlin und Freiburg.
  • Er war 25 Jahre lang SPD-Stadtrat in Freiburg und engagierte sich im Armenrat und Theaterausschuss.
  • 1933 wurde er in Schutzhaft genommen, 1938 in das KZ Dachau deportiert und 1940 mit seiner Frau nach Gurs verschleppt.

Tipps

  • Besucher finden den Stolperstein von Robert Grumbach in der Günterstalstraße 47, Freiburg.
  • Die Gedenkstätte informiert über sein Leben, seine politische Tätigkeit und die Verfolgung durch die NS-Zeit.
  • Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für die Geschichte der jüdischen Gemeinde und des Widerstands in Freiburg interessieren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug zu Robert Grumbach im Straßenbauamt – Kulturdenkmal entdecken

Der POI „Robert Grumbach“ erinnert an das Leben und Schicksal des Freiburger Juristen und politischen Aktivisten Robert Grumbach, der hier in der Günterstalstraße 47 gelebt hat. Er wurde im Jahr 1875 in Freiburg geboren und absolvierte dort seine frühe Schulzeit, bevor er in Berlin und später in Freiburg Jura studierte. Nach seinem Abschluss etablierte er sich als Rechtsanwalt und wurde bekannt für sein Engagement in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), der er über mehrere Jahre im Freiburger Stadtrat angehörte.

Robert Grumbach engagierte sich nicht nur politisch, sondern auch kulturell und sozial. Während der Weimarer Republik war er im Armenrat sowie im Theaterausschuss tätig und setzte sich für benachteiligte Bürger ein. Seine berufliche und politische Laufbahn wurde jedoch durch die nationalsozialistische Machtergreifung brutal unterbrochen. Bereits kurze Zeit nach der Reichspogromnacht im Jahr 1938 wurde er verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Kurz darauf wurde ihm die Ausübung seines Berufs als Anwalt untersagt.

Zusammen mit seiner Ehefrau Berta Grumbach wurde Robert Grumbach im Jahr 1940 in das KZ Gurs deportiert, wo das Ehepaar unter unmenschlichen Bedingungen in mehreren Lagern überlebte. Trotz Krankheiten, ständiger Angst und fehlender Nahrung behielten sie den Zusammenhalt. Robert Grumbach fand in dieser Zeit Trost in Werken regionaler Dichter wie Hebel und Hansjakob, die er in sein Exil mitnahm. Nach ihrer Befreiung im Jahr 1944 kehrten die beiden 1946 nach Freiburg zurück, wo sie ihre ehemalige Wohnung wieder vorfanden, die ein Verwandter bewahrt hatte.

1947 wurde Robert Grumbach für seine Verdienste um die Stadt Freiburg zum Ehrenbürger ernannt. Noch im Jahr 1960 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Sein Lebensweg spiegelt nicht nur persönlichen Mut und zivilgesellschaftliches Engagement wider, sondern steht exemplarisch für das Schicksal vieler jüdischer Bürger, die während der NS-Zeit Entrechtung, Verfolgung und Deportation erleiden mussten. Der Stolperstein vor seinem ehemaligen Wohnhaus erinnert heute an sein Leben und seine Widerstandskraft.

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Häufige Fragen zu Robert Grumbach

Wann wurde Robert Grumbach geboren?
Robert Grumbach wurde am 3. November 1875 in Freiburg geboren. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche politische Partei vertrat Robert Grumbach im Stadtrat?
Robert Grumbach vertrat die SPD über 25 Jahre lang im Freiburger Stadtrat. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was geschah mit Robert Grumbach nach der Reichspogromnacht?
Nach der Reichspogromnacht wurde er am 10. November 1938 verhaftet und in das KZ Dachau deportiert. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann kehrte Robert Grumbach nach Freiburg zurück?
Robert und Berta Grumbach kehrten 1946 nach Freiburg zurück, nachdem sie die notwendigen Rückreisedokumente erhalten hatten. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Auszeichnung erhielt Robert Grumbach 1960?
1960 erhielt Robert Grumbach das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Stand Juni 2026.

Quelle: website