Stadtpark

Bergmannsgrab Segen-Gottes-Schacht

01705 Freital

Highlights

  • Der Segen-Gottes-Schacht war eine Steinkohlengrube im Döhlener Becken bei Freital.
  • Er wurde 1856 begonnen und erreichte 1862 eine Teufe von fast 490 Metern.
  • 1869 ereignete sich hier die tödlichste Schlagwetterexplosion im sächsischen Bergbau mit 276 Opfern.

Tipps

  • Das Denkmal kann bei Wanderungen im Wald rund um Freital besucht werden.
  • Der nahegelegene Neue-Hoffnung-Schacht gehört zur gleichen Bergbaugeschichte.
  • Auf dem Gelände befindet sich ein erhaltener Schacht mit historischem Bergbaukontext.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur Park Stadt Freital: Bergmannsgrab Segen-Gottes-Schacht

Das Bergmannsgrab am Segen-Gottes-Schacht in Freital ist ein eindrucksvolles Gedenkmal und ein bedeutender Ort der Erinnerung an eine der schwersten Bergwerkskatastrophen Sachsens. Es erinnert an das schreckliche Grubenunglück vom 2. August 1869, bei dem 276 Bergleute ihr Leben verloren. Damals ereignete sich im Grubenfeld des Segen-Gottes-Schachtes eine verheerende Schlagwetterexplosion, die nahezu die gesamte Frühschicht tödlich traf. Die Opfer, darunter Männer unterschiedlichsten Alters – vom 15- bis hin zum 65-jährigen Bergmann – wurden auf dem Döhlener Friedhof sowie an einem eigens eingerichteten Begräbnisplatz in unmittelbarer Nähe des Schachtes begraben.

Der Segen-Gottes-Schacht war Teil der Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke und lag im Herzen der sächsischen Steinkohlenlagerstätte des Döhlener Beckens. Gemeinsam mit dem benachbarten Neuhoffnungsschacht bildete er eines der bedeutendsten Kohlenförderzentren der Region. Das Bergwerk war technisch fortschrittlich ausgestattet und verfügte unter anderem über eine Gaserzeugungsanlage, moderne Förderanlagen sowie eine eigene Telefon- und Telegraphenverbindung. Dennoch endete hier am 2. August 1869 eine der größten Schlagwetterexplosionen der sächsischen Bergbaugeschichte. Das Gedenkmal, das bereits 1870 eingeweiht wurde, erinnert bis heute an dieses tragische Ereignis und wurde 1998 umfassend saniert.

Heute ist das Bergmannsgrab Teil eines stillen Gedenk- und Erinnerungsortes, der von einer wunderschönen, ruhigen Waldlandschaft umgeben ist. Wanderwege führen durch das Gelände und laden dazu ein, die historische Stätte in aller Ruhe zu besuchen und die Opfer des Unglücks zu ehren. Die friedliche Atmosphäre und die gut erhaltene Denkmalssubstanz machen den Ort zu einem besinnlichen Ausflugsziel in der Nähe von Freital. Besucher berichten von einer tiefen Stille, die an diesem Ort herrscht und die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Die Kombination aus historischer Bedeutung, Naturerlebnis und kulturellem Gedenken macht das Bergmannsgrab zu einem lohnenswerten Ziel für alle, die sich für die Geschichte des sächsischen Bergbaus interessieren.

Das Bergmannsgrab Segen-Gottes-Schacht steht nicht nur als Mahnmal, sondern auch als Kulturdenkmal unter staatlichem Schutz. Es ist Teil der Sachgesamtheit der Bergbaumonumente in Freital und erinnert eindringlich an die Opfer des Bergbaus sowie an die Herausforderungen und Risiken der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen bei über 150 Bewertungen wird der Ort regelmäßig als sehr eindrucksvoll und sehenswert beschrieben.

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Häufige Fragen zu Bergmannsgrab Segen-Gottes-Schacht

Wo lag der Segen-Gottes-Schacht?
Der Segen-Gottes-Schacht lag im zentralen Teil der Steinkohlenlagerstätte des Döhlener Beckens auf Kleinnaundorfer Flur bei Freital. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der Segen-Gottes-Schacht erbaut?
Die Teufen des Segen-Gottes-Schachtes begannen am 2. Oktober 1856. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah am 2. August 1869 im Segen-Gottes-Schacht?
Am 2. August 1869 ereignete sich eine Schlagwetterexplosion, bei der nahezu alle Bergleute der Frühschicht starben – insgesamt 276 Tote. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat das Röschenmundloch in Niederhäslich?
Das Röschenmundloch ist Teil der Sachgesamtheit Bergbaumonumente in Freital und steht als Kulturdenkmal unter staatlichem Schutz. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia