4-Fachwerk Freudenberg e.V.
Highlights
- Der Verein 4FACHWERK Freudenberg e.V. wurde 2014 gegründet, um das Fachwerkhaus als Museum für Kunst, Kultur und lokale Geschichte zu erhalten.
- Das Museum zeigt u.a. historische Uhren, archäologische Funde (7. Jhdt.) und Ausstellungen zu Freudenberger Bergbau-, Landwirtschafts- und Uhrmachergeschichte.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Ausstellungen werden durch multimediale Elemente wie Touch-Screens und digitale Präsentationen ergänzt, die zusätzliche Informationen bieten.
- Historische Funde und Exponate werden durch wissenschaftliche Recherchen und Grafiken in thematische Zusammenhänge eingebettet.
Eigenschaften
4-Fachwerk Freudenberg e.V. – Kulturausflug im Museum
Im Herzen der Altstadt von Freudenberg hat sich der Verein 4-Fachwerk Freudenberg e.V. zum Ziel gesetzt, das historische Erbe der Stadt lebendig zu halten. Gegründet im Jahr 2014 von engagierten Mitgliedern, die das einstige Stadtmuseum als kulturellen Ankerpunkt bewahren wollten, vereint der Verein Kunst, Kultur und Geschichte unter einem Dach. Besonders verdient ist hier der langjährige Heimatforscher Karl-Wilhelm Stahl, der über Jahrzehnte archäologische Funde sammelte und in der Heimatzeitschrift „Freudenberg im Zeitgeschehen“ historische Themen aufarbeitete. Seine Expertise führte dazu, dass er 1981 zum ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger der Stadt ernannt wurde – eine Rolle, die ihn bis heute prägt.
Das 4-Fachwerk-Museum präsentiert mit wechselnden Ausstellungen Einblicke in die regionale Geschichte und Kultur. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Verbindung von Bergbau und Kunst, wie etwa in der Ausstellung „Kunst und Kultur im Bergbau“ gezeigt. Doch auch die Landwirtschaft der Region kommt nicht zu kurz: Die Sonderausstellung „Ackerbürger, Schloss und Höfe“ beleuchtet mit historischen Steuerlisten und Visualisierungen die Bedeutung der Landwirtschaft für Freudenbergs Entwicklung. Unterstützt wird das Projekt durch lokale Experten wie Manfred Flender, der grafische Darstellungen erstellte, die die städtebaulichen Strukturen vergangener Zeiten anschaulich machen.
Ein Highlight der Sammlung ist die umfangreiche Ausstellung zur Uhrmacherkunst, die eng mit der Familie Stahlschmidt verbunden ist. Besonders die Werke von Johann Peter Stahlschmidt (1751–1833), dem Begründer der Freudenberger Uhrmachertradition, sind hier zu sehen. Die Präsentation reicht von barocken bis zu jugendstilhaften Stücken und würdigt nicht nur Stahlschmidt, sondern auch die regionalen Handwerker des Siegerlandes. Durch digitale Touch-Screens können Besucher zusätzliche Informationen zu den Exponaten abrufen – ein modernes Konzept, das Tradition und Innovation verbindet. Die Sammlung soll dabei nicht nur die lokale Handwerkskunst feiern, sondern auch die Verbreitung von Standuhren im 18. und 19. Jahrhundert im Siegerland und Bergischen Land einordnen.
Die Arbeit des Vereins wird von ehrenamtlichen Kräften wie Klaus Siebel-Späth, dem Vorsitzenden, oder Ingrid Leopold, der Vize-Vorsitzenden, getragen. Leopold betonte bei der Eröffnung der „Uhrenetage“, wie wichtig es sei, das kulturelle Erbe – etwa die Werke des Dichters Carl Loewe – zu bewahren. Auch internationale Besucher wie die brasilianische Pianistin Patricia Vanzella, die die Spuren ihres Vorfahren Johann Peter Stahlschmidt nachverfolgte, zeigen das Interesse an der einzigartigen Verbindung von Geschichte und Handwerk. Mit Investitionen in die Ausstellungsgestaltung und Kooperationen mit lokalen Initiativen setzt der Verein Maßstäbe für die kulturelle Landschaft Freudenbergs – immer mit dem Ziel, das „Mittendrin-Museum“ als lebendigen Ort der Begegnung zu etablieren.