Schloss Junkernhees
Highlights
- Schloss Junkernhees entstand 1514 durch Erbteilung der Familie von der Hees als ‚Oberhaus‘ neben der alten Burg.
- 1800 abgerissen wurde der erste Burgsitz der Familie von der Hees an der Kreuzung Hees-/Ostheldener Straße.
- Ab dem 17. Jahrhundert nutzte die Familie Belz das Schloss als Mühle und Gaststätte bis 2011.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über einen rollstuhlgerechten Weg ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Schlossareals.
- Die historische Architektur des Schlosses zeigt Spuren aus dem 16. Jahrhundert und dokumentiert die Entwicklung der Familie von der Hees.
- Ein Besuch der Ausstellung bietet Einblicke in die regionale Geschichte und die Nutzung des Gebäudes durch verschiedene Adelsfamilien seit dem Mittelalter.
Eigenschaften
Kultur & Museum Schloss Junkernhees Kreuztal
Das Schloss Junkernhees in Kreuztal-Junkernhees ist ein historisches Bauwerk mit einer reichen Vergangenheit, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die Familie von der Hees taucht erstmals 1294 in der Siegerländer Geschichte auf, wobei ihr erster Burgsitz vermutlich im Bereich der Kreuzung von Heesstraße und Ostheldener Straße lag. Dieser historische Standort wurde jedoch bereits um das Jahr 1800 abgerissen und machte Platz für den heutigen Schlossbau.
Das heutige Schloss entstand als Folge einer Erbteilung innerhalb der Familie. Während der älteste Sohn Philipp die väterliche Burg übernahm, ließ sich der jüngere Bruder Adam in der Nähe ein neues Wohnhaus errichten – das spätere „Oberhaus“, wie das Schloss Junkernhees auch genannt wird. Mit seiner zweiten Frau, Margarethe von Schutzbar, genannt „Milchling“, bezog Adam das Anwesen im frühen 16. Jahrhundert. Später diente ein Nachfahre der Familie als Amtmann des Grafen von Nassau, bevor der männliche Zweig der von der Hees im Mannesstamm ausstarb.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Besitzgeschichte des Schlosses. Die Familie Belz nutzte das Gebäude zunächst als Mühle und eröffnete später in den alten Mauern ein Lokal. Der Betrieb wurde später von der Familie Beer fortgeführt, wobei der plötzliche Tod von Falko Beer im Jahr 2003 die Führung zunächst unterbrach. Seine Witwe, Evelyne Beer, übernahm jedoch den Gastronomiebetrieb und führte ihn bis zu dessen Einstellung 2011 weiter. Nach dem Ende der Nutzung stand das Schloss zeitweise zum Verkauf.
Obwohl das Schloss heute nicht mehr als Museum oder Gaststätte zugänglich ist, bleibt es ein bedeutendes Stück regionaler Geschichte. Die Nähe zu anderen historischen Stätten wie der Siegerlandschaft und der Kreuzkapelle in Kreuztal macht es zu einem interessanten Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte. Die Architektur und der historische Kontext des Schlosses spiegeln die Entwicklung der Adelsfamilien und des ländlichen Lebens im Siegerland wider.