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Seelbachs- und Eulenbruchswald

57258 Freudenberg

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Seelbachs- und Eulenbruchswald in Freudenberg umfasst 167 Hektar bodensauren Buchen- und Mischwald.
  • Es beherbergt naturnahe Quellfluren, alte Buchenbestände und Lebensräume des Mittelspechts sowie weitere FFH-Lebensraumtypen.
  • 28 % des Gebiets sind als Wildniszone ausgewiesen und tragen zur Erhaltung seltener Waldökosysteme im Süderbergland bei.

Tipps

  • Das Gelände umfasst naturnahe Buchenwälder und Quellsiepen, ideal für ruhige Waldgänge.
  • Besucher finden alte Buchenbestände und seltene Spechtarten wie den Mittelspecht.
  • Kulturhistorisch interessant ist die Hohenhainer Schanze entlang der Kreisstraße.

Eigenschaften

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Über Seelbachs- und Eulenbruchswald

Der Seelbachs- und Eulenbruchswald liegt im südwestfälischen Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein und erstreckt sich über eine Fläche von rund 167 Hektar. Das Naturschutzgebiet wurde rechtskräftig festgesetzt und zählt seit Inkrafttreten zu den besonders geschützten Landschaftsbestandteilen des Landes Nordrhein-Westfalen. Es bildet einen zusammenhängenden Waldkomplex nordwestlich von Freudenberg und wird durchquert von der Kreisstraße nach Hohenhain sowie der Landesstraße nach Friesenhagen.

Das Schutzgebiet umfasst großflächig bodensaure Buchen- und Buchenmischwälder mit hohen Anteilen an Eichen. Im Norden und Zentrum des Gebietes finden sich stellenweise alte, stattliche Buchen exemplarisch für naturnahe Waldentwicklung. Charakteristisch sind auch die durch Quellbäche geprägten Feuchtbiotope, in denen sich Quellfluren sowie junge Auenwälder mit Eschen und Erlen entwickelt haben. Diese Bereiche stellen Lebensräume für verschiedene selten gewordene Arten dar, darunter mehrere Spechtarten wie der seltene Mittelspecht.

Im Schutzziel des Naturschutzgebietes steht der Erhalt und die Förderung naturnaher Waldstrukturen, insbesondere totholzreicher Altbuchwälder in der submontanen Höhenstufe. Neben den Buchenwäldern vom Typ des Hainsimsen-Buchenwaldes (Luzulo-Fagetum) sind auch Feuchtgrünlandflächen, Nasswiesen und Quellbereiche Bestandteil des NSG. Diese Flächen beherbergen unter anderem Sumpfdotterblumenwiesen und gehören zu den schutzwürdigen Biotopen des südwestfälischen Berglandes. Ein Teil des Zentrums des NSG ist zudem als Wildnisgebiet ausgewiesen.

Das NSG Seelbachs- und Eulenbruchswald ist als FFH-Gebiet in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 eingebunden. Es schützt Lebensraumtypen wie den bodensauren Buchenwald (9110) sowie Auenwälder (91E0), die als prioritäre und gefährdete Lebensräume gelten. Im weiteren Umfeld des Waldschutzgebietes ist entlang der Kreisstraße die Hohenhainer Schanze erhalten, ein kulturhistorisch bedeutsamer Rest der ehemaligen Siegener Landwehr.

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