Stadtmuseum Zehentstadel Nabburg
Highlights
- Das Stadtmuseum Zehentstadel verbindet interaktive Naturkunde mit lokaler Geschichte – besonders für Kinder und Jugendliche konzipiert.
- Reduzierte Exponate und ein Film über den Künstler Karl Schmidt ergänzen die Dauerausstellungen zu Nabburgs Vergangenheit und Kultur.
- Sonderausstellungen wie die Zinngießerei-Geschichte oder die Serie ‚Sammelsurium‘ zeigen verborgenes Wissen aus der Sammlung.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise und sicheren Zugang zum Museumsgelände.
- Im Bereich ‚Von Menschen und Tieren‘ wird durch interaktive Elemente wie Tasten, Riechen und Experimentieren die Naturkunde für Besucher aller Altersgruppen erlebbar gestaltet.
- Die Sonderausstellung ‚Sammelsurium‘ präsentiert fotografische Anekdoten aus der Sammlung, die über die Dauerausstellung hinausgehende Einblicke in lokale Geschichte bieten.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Nabburg: Stadtmuseum Zehentstadel
Das Stadtmuseum Zehentstadel Nabburg ist eine faszinierende kulturelle Einrichtung, die mit innovativen Konzepten und interaktiven Ausstellungen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene begeistert. Konzipiert als lebendiges Lern- und Erlebniszentrum, verbindet das Museum spielerische Wissensvermittlung mit regionaler Geschichte. Besonders hervorzuheben ist die naturkundliche Abteilung *„Von Menschen und Tieren“*, die mit einem *„Hands on“*-Bereich zum Mitmachen einlädt. Hier können Besucher:innen Tiere und ihre Lebensräume durch Berühren, Riechen und Experimentieren erkunden – ein einzigartiges Erlebnis, das Wissenschaft und Spaß vereint.
Die Dauerausstellung *„Von Menschen und ihrer Stadt“* präsentiert dagegen eine reduzierte, aber prägnante Auswahl an Objekten, die die Entwicklung Nabburgs von einer mittelalterlichen Burg zur heutigen Stadt nachzeichnet. Ein besonderes Highlight ist der Film aus den 1960er-Jahren, der einen privaten Einblick in das Leben des Künstlers Karl Schmidt bietet. Der Film, der ursprünglich ohne Ton war, wurde von Florian Klein musikalisch begleitet und zeigt das Atelier des Malers in seinem ursprünglichen Kontext. Ergänzt wird das Angebot durch die Serie *„Sammelsurium“*, die fotografische Anekdoten aus den Museumssammlungen zeigt – oft mit überraschenden Geschichten hinter den Exponaten.
Das Museum ist in einem historischen Gebäudekomplex untergebracht, der seit dem 18. Jahrhundert als Zehentstadel diente und später als Künstlerhaus von Karl Schmidt genutzt wurde. Die barocke Bausubstanz mit Stallungen, Stadel und Hofraum spiegelt das typische Erscheinungsbild der Nabburger Oberstadt wider. Nach einer Generalsanierung zwischen 1999 und 2001 wurde der ursprüngliche *„Fletzcharakter“* des Anwesens wiederhergestellt, etwa durch die Wiedereröffnung der zugemauerten Tordurchfahrt. Heute dient das Gebäude nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als kulturelle Begegnungsstätte mit wechselnden Sonderausstellungen in den ehemaligen Räumen des Künstlers.
Für Schulklassen und Familien bietet das Museum spezielle Projektführungen an, die sowohl die Dauerausstellung als auch die natürliche Umgebung Nabburgs einbeziehen. Mit Experimentierstationen zu steinzeitlichen Werkzeugen, mittelalterlichen Schreibmethoden oder archäologischen Funden wird Geschichte greifbar. Die Wissensvermittlung verbindet dabei spielerische Elemente wie Comics-Intros mit fundierten Einblicken in die regionale Vergangenheit – von der Burg an der Naab bis zu den Alltagsgeschichten der Nabburger Bürger.
Mit barrierefreien Zugängen, einem rollstuhlgerechten Parkplatz und einem rollstuhlgerechten WC ist das Stadtmuseum Zehentstadel Nabburg für alle Besucher:innen zugänglich. Die konsequente Ausrichtung auf interaktive und partizipative Formate macht es zu einem besonderen Ort der regionalen Identität – wo Geschichte nicht nur gesehen, sondern erlebt wird.