Naumburger Dom
Highlights
- Der Naumburger Dom St. Peter und Paul ist eine der bedeutendsten Spätromanik-Kirchen in Sachsen-Anhalt und seit 2018 UNESCO-Weltkulturerbe.
- Er wurde im 13. Jahrhundert erbaut und beherbergt den berühmten Westchor mit Stifterfiguren des Naumburger Meisters.
- Nach der Reformation 1542 wurde erstmals ein evangelischer Bischof eingesetzt; heute wird der Dom von einer Stiftung verwaltet.
Tipps
- Der Naumburger Dom ist eine Doppelchoranlage und zählt zu den bedeutendsten Bauten der Spätromanik sowie Frühgotik in Deutschland.
- Führungen dauern etwa 90 Minuten, alternativ steht ein Audio-Guide für 9,50 Euro zur Verfügung.
- Im Domladen lassen sich regionale Produkte und Souvenirs erstehen, besonders zur Weihnachtszeit.
Eigenschaften
Über Naumburger Dom
Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul in Naumburg (Saale) zählt zu den herausragendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters und ist seit 2018 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt. Die evangelische Kirche entstand größtenteils im 13. Jahrhundert und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätromanik und frühen Gotik in Sachsen-Anhalt. Besondere Bedeutung erfährt der Westchor mit dem West-Lettner, der von der Werkstatt des Naumburger Meisters geschaffen wurde. Weltberühmt ist vor allem die Stifterfigur Uta, die als „schönste Frau des Mittelalters“ gilt und zusammen mit elf weiteren Stifterfiguren den Chor des Doms ziert. Die Architektur, Glasmalereien und Skulpturen des Doms sind einzigartig und prägen maßgeblich die „Straße der Romanik“, an der der Dom als zentraler Anziehungspunkt liegt.
Die Geschichte des Naumburger Doms reicht weit zurück. Bereits im 11. Jahrhundert wurde mit dem Bau der ersten Kathedrale begonnen, nachdem der Bischofssitz von Zeitz nach Naumburg verlegt worden war. Die heutige Doppelchoranlage mit je einem Chor an beiden Schmalseiten entstand im Laufe des Mittelalters. Nach der Reformation wurde der Dom 1542 erstmals evangelisch und blieb fortan Kirche der evangelischen Domgemeinde. Heute wird das Gebäude von den Vereinigten Domstiftern von Merseburg, Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz verwaltet. Die Dombaumeisterin Regine Hartkopf leitet die Pflege und Erhaltung dieses bedeutenden Kulturdenkmals.
Der Naumburger Dom bietet Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges Erlebnis: Neben architektonischen Highlights wie den beiden historischen Lettnern und der beeindruckenden Hallenkrypta laden geführte Touren und Audioguides zu einer tiefen Auseinandersetzung mit der Bau- und Kunstgeschichte ein. Im Domladen können kunstvolle Souvenirs erworben werden, und zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Dom in einen zauberhaften Weihnachtsmarkt. Zukünftig wird das gegenüberliegende Zentrum Welterbe als neues Besucherzentrum zusätzliche Informationen und Ausstellungen zur UNESCO-Welterbestätte bieten. Auch Veranstaltungen wie Konzerte im Kreuzgang oder die KinderDomBauhütte erweitern das kulturelle Angebot und machen den Naumburger Dom zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Region Saale-Unstrut.