Museum

Residenz zu Salzburg

Residenzpl. 1, 83395 Salzburg

Highlights

  • Die Residenz zu Salzburg beherbergt barocke Prunkräume, die seit über 400 Jahren von Fürsterzbischöfen als Machtzentrum gestaltet wurden.
  • Kunstschätze wie das Rupertuspastorale (11. Jh.) und barocke Meisterwerke von Rottmayr oder Troger prägen die Sammlungen der Erzabtei St. Peter.
  • Mit 189 m² Fläche bietet die Residenz Räume für bis zu 160 Personen – historisch als Rats- und Festsaal genutzt, heute für Veranstaltungen genutzt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Salzburg: Kultur & Museum in der Residenz zu Salzburg

Die Residenz zu Salzburg ist ein faszinierendes Zeugnis barocker Pracht und kirchlicher Geschichte im Herzen der Salzburger Altstadt. Vor über vierhundert Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt nach römischem Vorbild in ein barockes Juwel zu verwandeln – ein Prozess, der bis heute die prunkvollen Räume der Residenz prägt. Die Architektur und Ausstattung spiegeln die Repräsentation der fürstlichen Macht wider, wobei Kunst, Musik und Zeremoniell eng miteinander verwoben waren. Besonders beeindruckend ist das Ratszimmer, einst Versammlungsort des „hochfürstlichen geheimen Raths“ aus Grafen und Freiherren, das heute als Zeugnis historischer Hofkultur dient.

Im Mittelpunkt der Sammlungen steht der Kirchenschatz von St. Peter, der als Grundlage der St. Petrischen Sammlungen gilt. Die Ausstellung in der Langen Galerie und im Museum St. Peter präsentiert eine Vielfalt an Kunstwerken, die die Geschichte des ältesten Klosters im deutschsprachigen Raum erzählen. Dazu gehören mittelalterliche Reliquien wie das Rupertuspastorale (ein Abtstab aus dem 11. Jahrhundert), ein Messkelch aus dem 12. Jahrhundert sowie barocke Kunstschätze aus der Erzabtei. Besonders hervorzuheben sind religiöse Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die für die Andachtsräume des Stifts entstanden und von Meisterhand wie Meinrad Guggenbichler oder Johann Michael Rottmayr geschaffen wurden.

Ein weiteres Highlight ist die Kunst- und Wunderkammer, eine seltene historische Einrichtung, die Naturwunder, Kunsthandwerk und technische Kuriositäten vereint. Ursprünglich im 17. Jahrhundert angelegt, wurde sie nach der Säkularisation 1803 wiederaufgebaut und zeigt heute eine Universalsammlung mit Objekten aus Salzburger Besitz und Leihgaben. Von Globenschränken über seltene Mineralien bis zu musikalischen Instrumenten bietet die Kammer einen Einblick in die faszinierende Welt der Wissenssammlungen vergangener Zeiten. Die originalgetreue Rekonstruktion der historischen Einrichtung macht sie zu einem einzigartigen Erlebnis.

Neben den Dauerausstellungen ist die Residenz auch ein lebendiger Veranstaltungsort. Die prunkvollen Säle bieten Raum für Tagungen, Konzerte, Ausstellungen und Empfänge – immer im Rahmen der barocken Architektur. Besonders die Lange Galerie und die Räume des DomQuartiers dienen als Kulisse für kulturelle Events, die von historischen Sonderausstellungen bis zu modernen Kunstpräsentationen reichen. Das Dommuseum selbst, seit 1974 Teil des kulturellen Erbes Salzburgs, pflegt die Bestände und präsentiert regelmäßig Wechselausstellungen, die sich mit kirchlicher Kunst, Salzburger Geschichte und internationalen Sammlungen auseinandersetzen.

Ein Besuch der Residenz zu Salzburg ist somit nicht nur ein Streifzug durch barocke Pracht und sakrale Kunst, sondern auch ein Einblick in die vielfältige Geschichte der Erzdiözese. Ob als Museum, Veranstaltungsort oder Ort der Andacht – die Residenz vereint Tradition und lebendige Kultur in einzigartiger Weise. Die Kombination aus mittelalterlichen Schätzen, barocker Kunst und moderner Präsentation macht sie zu einem unverzichtbaren Ziel für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte.

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