Burg/Schloss

Ruine Weißenstein

95688 Friedenfels

Tipps

  • Bequeme Schuhe sind für den Aufstieg zum Burgruinenpfad empfehlenswert.
  • Die umliegenden Wanderwege sind auch bei Sperrung der Burgruine zugänglich und lohnen sich.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders in Verbindung mit einer Wanderung zum nahegelegenen Oberpfalzturm.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Ruine Weißenstein

Die Burgruine Weißenstein in Friedenfels im Landkreis Tirschenreuth ist eine der bekanntesten und beliebtesten Kultur- und Ausflugsziele im bayerischen Steinwald. Auf einem Felsenplateau auf etwa 858 Metern Höhe thront die ehemalige Burganlage, die heute zum Naturpark Steinwald gehört und dessen Wahrzeichen darstellt. Die Ruine ist über Wanderwege ab dem Wanderparkplatz Hohenhard bei Waldershof erreichbar und lockt Besucher mit atemberaubenden Ausblicken und einer faszinierenden Geschichte.

Erstmals urkundlich erwähnt im Mittelalter, wurde die Burg Weißenstein von der Familie Weißenstein gegründet und später von den einflussreichen Herren von Nothafft übernommen. Aufgrund der abgelegenen und unwirtlichen Lage wurde die Burg vermutlich im 16. Jahrhundert aufgegeben. Im 19. Jahrhundert gelangte sie in den Besitz der Familie von Gemmingen-Hornberg, die bis heute Eigentümer ist. Die heutige Ruine ist das Ergebnis jahrzehntelanger Restaurationsbemühungen, insbesondere durch den Verein Steinwaldia Pullenreuth e.V., der seit den 1990er Jahren für Erhalt und Pflege sorgt.

Ein besonderes Highlight auf dem Gelände ist die lebensgroße Bronzeplastik „Mutter Erde“ des Bildhauers Engelbert Süß, die seit 2009 einen künstlerischen und symbolischen Mittelpunkt der Ruine bildet. Auch zahlreiche Wanderwege laden zu Entdeckungstouren ein – darunter der Goldsteig und der Fränkische Gebirgsweg, die sich direkt an der Ruine kreuzen. Der Weg zur Burgruine dauert etwa 40 Minuten und führt durch malerische Landschaften des Naturparks.

Die Burgruine Weißenstein ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch Schauplatz märchenhafter Sagen. So soll hier angeblich eine weiße Frau hausen, die bei Todesfällen im Adelsgeschlecht der Nothafft auf Wanderschaft geht. Auch von einem verborgenen Zauberring, der von einem Kreuzzug zurückgebracht wurde, wird erzählt. Diese Legenden tragen zur mystischen Atmosphäre des Ortes bei, der sowohl tagsüber als auch im Winter seine Besucher begeistert.

Aktuell ist der direkte Zugang zur Besteigungsanlage der Burgruine gesperrt, die umliegenden Wanderwege sind jedoch weiterhin zugänglich. Die Ruine bleibt damit ein lohnendes Ausflugsziel für Natur- und Kulturinteressierte, Familien und Wanderfreunde – mit oder ohne Aufstieg zum nahegelegenen Oberpfalzturm, der einen noch weitreichenderen Blick über das Fichtelgebirge eröffnet.

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