Museum

Schwebende Gemeinschaft

Bahnhofstraße 2, 37133 Friedland

Highlights

  • Das Museum Friedland zeigt die Geschichte von über vier Millionen Migranten seit 1945.
  • Die Dauerausstellung "Fluchtpunkt Friedland" befindet sich im historischen Bahnhofsgebäude.
  • 2026 wird das Museum um einen Neubau zur Gegenwart und Zukunft der Migration erweitert.

Tipps

  • Das Museum liegt im historischen Bahnhofsgebäude, der Einstieg ist barrierefrei gestaltet.
  • Audioguide sind für einen selbstständigen Rundgang empfehlenswert und einfach zu nutzen.
  • Eintritt ist für Kinder, Jugendliche bis 18 Jahre sowie Studierende mit Kulturticket frei.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schwebende Gemeinschaft

Die „Schwebende Gemeinschaft“ in Friedland ist ein Ort der Begegnung mit der Geschichte und Gegenwart von Flucht, Migration und Neuankömmlingenschaft in Deutschland. Als Teil des Museums Friedland, das im ehemaligen Bahnhofsgebäude des Grenzdurchgangslagers beheimatet ist, erzählt dieser kulturelle Ausflugsziel von den vielfältigen Lebensgeschichten von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Seit seiner Eröffnung hat sich das Museum zu einem lebendigen Zentrum historisch-politischer Bildung entwickelt, das nicht nur Vergangenes dokumentiert, sondern auch aktuelle Debatten rund um Migration und Zusammenleben in der Gesellschaft aufgreift.

Die Dauerausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ führt Besucher:innen auf einem spannenden Rundgang durch die Ereignisse und Schicksale, die seit 1945 im und um das Lager geschehen sind. Mehr als vier Millionen Menschen kamen über Friedland in die Bundesrepublik – als Flüchtlinge, Vertriebene, Kriegsgefangene, Aussiedler:innen oder Asylsuchende. Das Museum zeigt eindrücklich, wie vielfältig die Gründe für das Verlassen der Heimat waren und immer noch sind. Dabei steht nicht nur die historische Aufarbeitung im Vordergrund, sondern auch die Auseinandersetzung mit Fragen der Aufnahme, des Ankommens und der Integration. Besonders eindrucksvoll sind die erzählten Lebensgeschichten, die als zentrales Element der Sammlung des Museums fungieren und persönliche Zugänge zu den großen historischen Bewegungen ermöglichen.

Ein besonderes Highlight ist der app-basierte Rundgang „FRIEDLAND in_motion“, der es interessierten Besucher:innen ermöglicht, wichtige Orte im ehemaligen Grenzdurchgangslager und im heutigen Friedland selbstständig zu entdecken. Diese digitale Erweiterung ergänzt die museale Ausstellung um eine bewegte, interaktive Komponente, die vor allem jüngere Zielgruppen anspricht. Auch die geplante Erweiterung des Museums bis 2026 unterstreicht dessen Bedeutung als Ort des Erinnerns und zugleich der Zukunftsgestaltung. In Zusammenarbeit mit Zeitzeug:innen, Geflüchteten und lokalen Initiativen wird hier ein lebendiges Bild der deutschen Migrationsgesellschaft entworfen.

Das Museum Friedland versteht sich nicht nur als Ort der Vergangenheitsbewältigung, sondern auch als Plattform für interkulturellen Dialog und gesellschaftliche Teilhabe. Zahlreiche Bildungsangebote für Schulen, Familien und Erwachsene laden dazu ein, sich intensiv mit den Themen Flucht und Migration auseinanderzusetzen. Die Atmosphäre des historischen Bahnhofs, gepaart mit liebevoll gestalteten Ausstellungen und engagiertem Personal, macht den Besuch zu einem bewegenden Erlebnis. Wer an der deutschen Geschichte interessiert ist und verstehen möchte, wie vielfältig und komplex die Wege in eine neue Heimat sein können, ist hier genau richtig.

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