Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Highlights
- Die Gedenkstätte Lindenstraße dokumentiert politische Verfolgung und Gewalt in Diktaturen des 20. Jahrhunderts sowie die Friedliche Revolution 1989/90.
- Barrierefreie Angebote wie Audioguides in Leichter Sprache, Gebärdensprache und Tastführungen ermöglichen inklusive Besuche.
- Dauerausstellung zeigt Themen wie ‚Rassenhygiene‘ und Terror-Justiz in der NS-Zeit – zentral im Potsdamer Stadtbild.
Tipps
- Ein barrierefreier Zugang wird durch einen rollstuhlgerechten Eingang und ebenerdige Wege ermöglicht.
- Besucher:innen erhalten am Eingang Audioguides in Deutscher Gebärdensprache sowie in Leichter Sprache zur eigenständigen Nutzung.
- Die Dauerausstellung thematisiert die Verfolgungspolitik der NS-Zeit und die Friedliche Revolution 1989/90 mit historischen Dokumenten und Exponaten.
Eigenschaften
Gedenkstätte Lindenstraße – Kulturausflug Potsdam
Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam ist ein zentraler Ort der Erinnerungskultur und widmet sich der Geschichte politischer Verfolgung und Gewalt in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude in der Potsdamer Innenstadt steht symbolisch für die Unterdrückung und den Widerstand gegen autoritäre Regime, doch auch für den Triumph der Demokratie durch die Friedliche Revolution 1989/90. Die Dauerausstellung beleuchtet dabei Schwerpunkte wie die rassistische Ideologie der „Rassenhygiene“ sowie die Terror-Justiz der NS-Zeit. Durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen wird ein wichtiger Beitrag zur historischen Aufarbeitung geleistet.
Besucher:innen können die Gedenkstätte auf vielfältige Weise erleben. Ein zentrales Angebot ist der virtuelle Rundgang, der mit Audioguides in deutscher, englischer, spanischer, französischer Sprache sowie in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache orts- und zeitunabhängig zugänglich ist. Dieser digitale Zugang ermöglicht es, die Ausstellung flexibel zu erkunden – ergänzt durch interaktive 360-Grad-Perspektiven und Dokumentationen vergangener Sonderausstellungen. Besonders inklusiv gestaltet sind auch die Tastführungen für sehbehinderte Besucher:innen, die quartalsweise öffentlich stattfinden und die Geschichte des Hauses haptisch vermitteln.
Barrierefreiheit spielt eine zentrale Rolle: Die Gedenkstätte bietet rollstuhlgerechte Zugänge, Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechtes WC, zudem ist ein barrierefreier Parkplatz verfügbar. Für gehörlose oder hörgeschädigte Besucher:innen steht eine induktive Höranlage bereit. Zudem werden Führungen in Leichter Sprache und Tastführungen nach individueller Vereinbarung angeboten. Der Audioguide in Leichter Sprache sowie ein Gedenkstättenguide in Deutscher Gebärdensprache ergänzen das Angebot und machen die Inhalte für ein breites Publikum zugänglich.
Die Gedenkstätte Lindenstraße verbindet historische Aufarbeitung mit lebendiger Bildungsarbeit. Neben der Ausstellung richtet sich das Haus auch an Studierende, die im Rahmen von Praktika in den Bereichen Bildung, Forschung oder Öffentlichkeitsarbeit Einblicke in die Arbeit der Stiftung gewinnen können. Durch diese Angebote wird die Gedenkstätte zu einem Ort des Lernens und der Reflexion – nicht nur für Potsdamer:innen, sondern für alle, die sich mit den Schattenseiten der deutschen Geschichte auseinandersetzen möchten.
Ob digital oder vor Ort: Die Gedenkstätte Lindenstraße lädt ein, sich mit den Erfahrungen von Verfolgung und Widerstand auseinanderzusetzen. Ihr Ansatz verbindet historische Fakten mit inklusiver Vermittlung und macht sie zu einem bedeutenden Ort der Erinnerung in Potsdam – ein Mahnmal für die Werte der Demokratie und die Notwendigkeit ihrer ständigen Verteidigung.