Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Highlights
- Mahn- und Gedenkstätte zeigt Dauerausstellung zu Düsseldorfer Kindern/Jugendlichen im Nationalsozialismus mit Biografien und historischen Orten.
- Sonderausstellung ‚gefährdet leben‘ dokumentiert Verfolgung queerer Menschen 1933–1945 mit Dokumenten, Fotos und englisch zugänglichen QR-Codes.
- Barrierefreier Zugang inkl. rollstuhlgerechtem WC; Führungen in einfacher Sprache und inklusive Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Eintritt in die Gedenkstätte und erleichtert die Teilnahme für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Ein rollstuhlgerechtes WC steht für die Nutzung während des Besuchs zur Verfügung und unterstützt die Inklusion aller Gäste.
Eigenschaften
Mahn- & Gedenkstätte Düsseldorf – Kulturausflug
Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf im Stadtbezirk 1 ist ein zentraler Ort der Erinnerungskultur und ein bedeutendes Museum für Lokalgeschichte. Sie widmet sich der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und setzt sich insbesondere mit den Schicksalen Düsseldorfer Kinder und Jugendlicher in dieser Zeit auseinander. Durch eine Kombination aus Dauer- und Sonderausstellungen bietet die Gedenkstätte tiefgehende Einblicke in die historischen Ereignisse und ihre lokalen Bezüge.
Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Dauerpräsentation *„Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“*, die das vielfältige Leben junger Menschen in den 1930er Jahren zeigt. Die Schau beleuchtet dabei sowohl Alltagserfahrungen als auch die dramatischen Folgen der NS-Diktatur. Besonders eindrücklich sind die Biografien, die anhand von Dokumenten, Fotografien und persönlichen Zeugnissen nachvollziehbar werden. Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich und bietet Führungen in leicht verständlicher Sprache sowie inklusive Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
Zur aktuellen Sonderausstellung *„gefährdet leben – Queere Menschen 1933 bis 1945“* knüpft die Gedenkstätte an ein wichtiges erinnerungspolitisches Thema an. Die Schau der Bundestiftung Magnus Hirschfeld, ergänzt um *„Queeres Leben in Düsseldorf“*, zeigt die Verfolgung und Ausgrenzung queerer Menschen während der NS-Zeit. Durch historische Dokumente, Grafiken und Zitate werden individuelle Schicksale sichtbar gemacht. Begleitprogramme wie Führungen, Vorträge und Workshops vertiefen die Auseinandersetzung mit dem Thema und verbinden es mit der Düsseldorfer Ortsgeschichte.
Ein besonderes Angebot ist der *„Bildungsflitzer“*, ein mobiles Konzept für Schulklassen und Gruppen, das historische Stadtrundgänge mit interaktiven Elementen verbindet. Workshops und geführte Rundgänge ermöglichen es, die Spuren der Vergangenheit in der Stadt zu entdecken – etwa durch die Perspektive der Kinder und Jugendlichen oder die Rolle der Düsseldorfer Polizei im Nationalsozialismus. Auch digitale Formate und inklusive Führungen runden das Angebot ab, um ein breites Publikum zu erreichen.
Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf versteht sich als Ort der Begegnung und des Lernens. Durch ihre Ausstellungen und Begleitprogramme regt sie zur Reflexion über Geschichte, Erinnerung und gesellschaftliche Verantwortung an. Besonders die Verbindung von lokaler Geschichte mit überregional relevanten Themen macht sie zu einem wichtigen Kulturort in der Stadt.