Historischer Lernort Neulandhalle
Highlights
- Die Neulandhalle in Friedrichskoog wurde 2019 auf dem Gelände einer Halle aus dem Jahr 1936 eröffnet.
- Sie dient als historischer Lernort und thematisiert unter anderem die Landgewinnung und Zeitgeschichte.
- Ein Vortrag von Frank Trende zur Neulandhalle ist als Jahresgabe der Goethe-Gesellschaft Kiel erschienen.
Tipps
- Die umfassende Ausstellung zur Regionalgeschichte ist ideal für Besucher, die sich vor Ort über die Nordlandhalle und ihre historische Bedeutung informieren möchten.
- Lehrkräfte können vor Exkursionen kostenfreie Handreichungen und didaktisches Material zur Vorbereitung und Nachbereitung herunterladen.
- Der historische Lernort eignet sich besonders für politische Bildung; die Ausstellungsinhalte lassen sich gezielt für mündliche Prüfungen oder Projektarbeiten nutzen.
Eigenschaften
Über Historischer Lernort Neulandhalle
Der Historische Lernort Neulandhalle in Friedrichskoog, Schleswig-Holstein, befindet sich auf dem Gelände der ursprünglich 1936 errichteten Neulandhalle im Dieksanderkoog an der Südwestspitze Dithmarschens. Die Einrichtung wurde im Mai 2019 als Ort der politisch-historischen Bildung eröffnet und widmet sich der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit der Region. Die Neulandhalle galt einst als spektakuläres architektonisches Symbol nationalsozialistischer Propaganda und wurde im sogenannten „Adolf-Hitler-Koog“ errichtet, einem aufsehenerregenden Landgewinnungsprojekt.
Die Dauerausstellung des Lernorts ist im Außenbereich konzipiert und kann während der Öffnungszeiten selbstständig erkundet werden. Sie vermittelt anschaulich die Geschichte der Landgewinnung, die Ideologie des Nationalsozialismus und die damit verbundenen sozialen und politischen Mechanismen. Thematisiert werden sowohl die Versprechen einer „friedlichen Erweiterung des Lebensraums“ als auch die realen Auswirkungen in Form von Ausgrenzung, Zwang und Gewalt. Die Ausstellung setzt dabei auf fundierte Recherche und differenzierte Darstellung, um Besucher*innen altersgerecht und informativ über die historischen Zusammenhänge zu informieren.
Das Gebäude selbst kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden, die tiefere Einblicke in die spezifische Geschichte des Ortes sowie in die Bedeutung der Neulandhalle als architektonisches und ideologisches Projekt des Nationalsozialismus geben. Veranstaltungen und Vorträge zu regionalgeschichtlichen Themen ergänzen das Angebot und tragen zur kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bei. Die Homepage des Lernorts bietet umfangreiches didaktisches Material, das Lehrpersonen und Interessierten die inhaltliche Vorbereitung und Nachbereitung eines Besuchs erleichtert.
Besucher*innen loben die umfassende und gut strukturierte Präsentation der regionalen Geschichte sowie die klare didaktische Ausrichtung des Ortes. Die Tafeln im Außenbereich ermöglichen ein eigenständiges und dennoch fundiertes Verstehen der komplexen historischen Zusammenhänge. Die zahlreichen positiven Bewertungen spiegeln die hohe Qualität der Konzeption wider, die sowohl inhaltlich als auch pädagogisch überzeugt. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei fast 200 Bewertungen zählt der Historische Lernort Neulandhalle zu den besonders gelungenen Gedenk- und Bildungsstätten der Region.