Theater

Ehemalige Synagoge

Am Binnenhafen 17, 25878 Friedrichstadt

Highlights

  • Friedrichstadt war ab 1708 der einzige Ort in den Herzogtümern Schleswig und Holstein mit jüdischem Wohnrecht.
  • Seit 1928 fungierte die Stadt als eigener Rabbinatssitz für die jüdische Gemeinde.
  • Die ehemalige Synagoge wird heute als Veranstaltungsstätte genutzt.

Tipps

  • Die historische Bedeutung der ehemaligen Synagoge als Zentrum der jüdischen Gemeinde in Friedrichstadt bietet einen Einblick in die regionale Geschichte.
  • Die Information über die Handelsaktivitäten der jüdischen Einwohner ergänzt das Verständnis für die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug zur ehemaligen Synagoge in Friedrichstadt

Die ehemalige Synagoge in Friedrichstadt ist heute eine bedeutende Veranstaltungsstätte und ein Ort der Erinnerung. Sie steht als steinernes Zeugnis für eine lange und bewegte Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in der Stadt, die bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert eine besondere Bedeutung hatte. Über einen langen Zeitraum war Friedrichstadt einer der wenigen Orte im Bereich der Herzogtümer Schleswig und Holstein, an denen Juden leben durften.

Die jüdische Gemeinde wuchs über die Zeit stetig an. Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch 187 jüdische Einwohner in 47 Familien lebten, stieg diese Zahl bis zur Mitte des Jahrhunderts auf 375 Personen an. Die Gemeindemitglieder waren vor allem im Handel tätig. Viele von ihnen zogen als Handelsleute mit ihren Waren über Märkte, Städte und Dörfer im gesamten Gebiet der Herzogtümer Schleswig und Holstein, während andere im Laufe der Zeit offene Handlungen und Läden direkt in der Stadt eröffneten.

Die religiöse Organisation der Gemeinde war zunächst dem Oberrabbinat Schleswig-Holstein mit Sitz in Altona zugeordnet. Später wurde Friedrichstadt selbst zum Rabbinatssitz. Ein bedeutender Rabbiner wohnte in der Westermarktstraße direkt neben der Synagoge und erteilte dort Religionsunterricht für die Kinder der Gemeinde. Zudem hielt er Unterricht in Flensburg und Rendsburg.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Situation drastisch. Die Zahl der jüdischen Einwohner ging durch Ab- und Auswanderung schnell zurück, wobei sich einige Familien in Hamburg niederließen. Die Zeit des Nationalsozialismus hinterließ tiefe Spuren in ganz Europa, was in den Quellen als ein Zustand von Schutthaufen und Ruinen anstelle blühender Städte beschrieben wird. Nach dieser Zeit ließen sich in Friedrichstadt wieder einzelne jüdische Familien nieder.

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