Kirche/Kloster

St. Marien

66299 Friedrichsthal

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Marien

Die Kirche St. Marien, offiziell Sieben Schmerzen Mariä, ist eine römisch-katholische Filialkirche in der saarländischen Stadt Friedrichsthal im Regionalverband Saarbrücken. Sie gilt als Marienkirche und ist dem Gedenken der Sieben Schmerzen der Maria, der Mutter Jesu, gewidmet. Die Kirche ist zudem als Einzeldenkmal in der Denkmalliste des Saarlandes erfasst und bildet damit einen wichtigen kulturellen wie sakralen Anlaufpunkt in der Region.

Die heutige Kirche geht auf eine Baugeschichte zurück, die Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt. Der Vorgänger, die Pfarrkirche St. Michael, wurde aufgrund von Baufälligkeit abgerissen. St. Marien entstand in den Jahren von 1927 bis 1928 nach Plänen des Architekten Peter Marx aus Trier, der auch für weitere Kirchenbauten in der Region verantwortlich zeichnete. Die feierliche Einweihung erfolgte Ende des Jahres 1928. Der eigenständige Glockenturm wurde erst deutlich später, 1956, nach Entwürfen von Fritz Thoma, ebenfalls aus Trier, errichtet und musste Anfang 2016 aus Sicherheitsgründen wieder abgerissen werden.

Das Kirchengebäude beeindruckt durch seine nutzbare Fläche von rund 700 Quadratmetern, die Platz für bis zu 2100 Personen bietet. Auffällig ist das Backstein-Sichtmauerwerk sowie der Dachreiter über dem Chorbereich. Das Innere dominiert ein mächtiges Tonnengewölbe, das das Langhaus überspannt, welches wiederum in zwei schmale Seitenschiffe unterteilt ist. Auch der Altarraum wird von einem Tonnengewölbe bedeckt, das zusätzlich kassettiert ist. Die Rückwand des Altarraums zeigt Arkaden mit Engelsfiguren und eine zentrale Kreuzigungsgruppe, die den sakralen Charakter des Raumes unterstreichen.

Die Kirche verfügt über eine eigene Orgel, die 1955 von der französischen Orgelbaufirma Haerpfer & Erman erbaut wurde. Das elektropneumatisch gesteuerte Instrument zählt 44 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal. Mit einer umfangreichen Disposition und verschiedenen Koppeln sowie Spielhilfen gehört sie zu den bemerkenswerten Orgeln im Regionalverband Saarbrücken und wird bis heute für Gottesdienste und Konzerte genutzt.

St. Marien steht heute nicht nur als Ort der religiösen Andacht, sondern auch als Zeugnis des kirchlichen und architektonischen Erbes der Region. In Anbetracht des aktuellen Zustands des Innenraums, der in Teilen den Niedergang der katholischen Kirche widerspiegelt, bleibt das Gotteshaus ein Ort von historischer wie kultureller Bedeutung. Besucher können sowohl die Architektur als auch die sakrale Ausstattung bewundern und erhalten so einen Einblick in die Glanzzeiten wie auch die Herausforderungen der regionalen Kirchengeschichte.

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