Museum

Denkmal Synagogenplatz, Gartenstraße 33, Tübingen

Gartenstraße 33, 72076 Tübingen

Highlights

  • 1998 wurden Fundamente der 1938 zerstörten Synagoge in Gartenstraße 33 freigelegt; 2000 entstand ein Gedenkdenkmal.
  • Das Denkmal erinnert an die 1938 zerstörte Synagoge und markiert den historischen Synagogenplatz in Tübingen.
  • Der Platz verbindet Erinnerung an jüdische Geschichte mit der heutigen Nutzung als öffentlicher Raum.

Tipps

  • Der Synagogenplatz bietet eine informierende Tafel mit historischen Informationen zur zerstörten Synagoge und ihrer Wiedereröffnung als Denkmal.
  • Die freigelegten Fundamentreste der ursprünglichen Synagoge werden durch eine schlichte, aber respektvolle Gestaltung als Gedenkort präsentiert.
  • Ein kleiner, ruhiger Platz lädt zum Verweilen ein und verbindet die historische Bedeutung mit der heutigen Nutzung als öffentlicher Raum.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Geschichte: Synagoge Tübingen

Am Synagogenplatz in Tübingen erinnert ein bewegendes Denkmal an die zerstörte Synagoge, die einst an der Gartenstraße 33 stand. Die Fundamente der 1938 im Rahmen der nationalsozialistischen Pogrome zerstörten Synagoge wurden 1998 zufällig entdeckt und freigelegt. Dies löste einen öffentlichen Diskurs über den Umgang mit diesem historischen Ort aus. Statt die Reste einfach zu überbauen, entschied man sich für einen würdevollen Umgang mit der Erinnerung: Im November 2000 wurde ein neues Denkmal eingeweiht, das an das einstige Gotteshaus und die jüdische Geschichte der Stadt erinnert.

Das Denkmal markiert den Ort, an dem die Synagoge einst stand, und dient als Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit. Die Gestaltung des Platzes verbindet historische Spuren mit einer respektvollen Aufarbeitung der Vergangenheit. Der Synagogenplatz liegt zentral in der Gartenstraße, einem historischen Viertel Tübingens, das seit dem Mittelalter geprägt ist. Die Umgebung spiegelt die lange Tradition der Stadt wider, in der sich verschiedene Kulturen und Religionen über Jahrhunderte begegneten.

Die Geschichte der Synagoge ist eng mit der jüdischen Gemeinde Tübingens verbunden, die bereits im 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle spielte. Die Zerstörung 1938 war ein tiefgreifender Einschnitt, doch das Denkmal erinnert heute an den Widerstand gegen Vergessenheit und an die Bedeutung interreligiösen Miteinanders. Der Platz selbst ist ein Ort der Reflexion und des Gedenkens, der Besucher zum Nachdenken über die Bedeutung von Erinnerungskultur einlädt.

In der Nähe des Denkmals befindet sich die Gartenstraße, die seit dem 18. Jahrhundert als lebendige Handels- und Wohngegend bekannt ist. Historische Gebäude wie die Gastwirtschaft zum Felsenkeller (ursprünglich an der Nr. 37) zeugen von der langen Geschichte des Viertels. Der Synagogenplatz selbst ist Teil eines Netzwerks historischer Stätten, die Tübingen als weltoffene Universitätsstadt auszeichnen – ein Ort, an dem Geschichte lebendig bleibt.

Das Denkmal am Synagogenplatz ist mehr als eine Gedenkstätte: Es ist ein Zeichen für die Verantwortung, die eine Stadt gegenüber ihrer Vergangenheit trägt. Wer hier vorbeikommt, wird zum Nachdenken über Toleranz, Erinnerung und die Bewahrung kulturellen Erbes eingeladen. Der Platz verbindet Vergangenheit und Gegenwart und zeigt, wie aus Trauer und Erinnerung ein Ort des Friedens entstehen kann.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…